„Verschlossene und vergessene Orte“ - Eine fotografische Annäherung an bekannte und unbekannte Klinikräume

Künstlerische Bilder und Interieurwerke gibt es zu sehen, die sich mit den Räumlichkeiten, den Spuren der Zeit und ihrer ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner auseinandersetzen.
  • Künstlerische Bilder und Interieurwerke gibt es zu sehen, die sich mit den Räumlichkeiten, den Spuren der Zeit und ihrer ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner auseinandersetzen.
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Ab sofort stellen acht Fotokünstlerinnen und -künstler bis zum 31. November in der Hauptverwaltung der LVR-Klinik Bedburg-Hau mehr als 80 beeindruckende Arbeiten aus.
Es sind die kleinen Details auf den Bildern, die unterschiedlichen Fenster oder Öffnungen, die dem Betrachter einen Einblick ermöglichen oder verschließen – jedoch immer in ihren Bann ziehen.
Zudem sind es die Perspektiven und ungewöhnlichen Farben der ausgestellten Fotos, die bekannte und unbekannte Klinikräume in ein neues Licht setzen und scheinbar die Historie der Räume sichtbar werden lassen. Licht und Schatten, Hell und Dunkel spielen ebenfalls eine große Bedeutung in den Werken und setzen sich auf kreative Art Bezüge zur Arbeit in der Psychiatrie. Teils sind die Bilder szenisch bearbeitet und greifen thematisch Vorurteilen oder Tabus auf, die häufig mit Psychiatrie verbunden werden.
Zu sehen sind dieses Mal vor allem künstlerische Bilder und Interieurwerke, die sich mit den Räumlichkeiten, den Spuren der Zeit und ihrer ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner auseinandersetzen. Dabei geht es auch um persönliche Erinnerungen und Biografiearbeit, die ungewöhnliche Lebensräume bei den Künstlern sowie den Betrachtern wachrufen. Einer der Fotografen, Jan Pieter Leupen, hat sich z.B. selbst in den Räumen inszeniert und zeigt seine Ergebnisse in beeindruckenden schwarz – weiß Fotos direkt im Foyer im Erdgeschoss.
Die Ausstellung ist bereits die dritte der deutsch-niederländischen Fotografinnen und Fotografen, die erneut in den hellen und großzügigen Fluren und Treppenaufgängen der Verwaltung zu sehen ist. „Uns haben die Gebäude und die Ausstellungsmöglichkeiten in der Klinik so gut gefallen, dass schnell klar war, hier werden wir noch einmal ausstellen“, erklärt die Sprecherin der Künstlergruppe Jutta Biesemann. „Zudem bieten der leerstehende Schlachthof oder das alte Bewahrungshaus für Fotografen vielfältige und reizvolle gestalterische Möglichkeiten.“ Neben diesen Häusern war die Gruppe auch im Gesellschaftshaus, im Museum und in der Kirche unterwegs. Ausgestellt werden nun insgesamt mehr als 80 Fotografien in den Etagen der Hauptverwaltung. Die zwei Fotografinnen und sechs Fotografen haben bereits häufiger im Deutschland und den Niederlanden ausgestellt.
Die Fotoschau „Verschlossene und vergessene Orte“ im Hauptgebäude der LVR-Klinik Bedburg-Hau ist bis Ende November zu den üblichen Besuchszeiten geöffnet. Die Fotos können von montags bis donnerstags in der Zeit von 7.30 bis 16.30 Uhr und freitags von 7.30 bis 13 Uhr bestaunt werden.

Autor:

Lokalkompass Kleve aus Kleve

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