Bedburg-Hau: Kies ist unser Öl

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Die wichtigste Nachricht zuerst: Morgen Abend, Dienstag 14. Mai, um 19 Uhr soll es zum Thema Kies eine Versammlung in der Antoniterklause geben!

Zitat aus einer Geocaching-Seite (hier) :
„Kies ist unser Öl" - diesen treffenden Satz prägte der Verfasser des "kleveblog", nachdem die Klever Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks folgendes zum "Raubbau des Kies am Niederrhein" aussprach: "Wir Sozialdemokraten wollen nicht zulassen, dass man uns unseren schönen Niederrhein unter den Füßen weggräbt und nach Holland abtransportiert".“
Nachdem in Schneppenbaum, Uedemer Straße fleißig gekiest wird, die bereits durch Landaufkauf angestrebte Entkiesung Querallee/Triftstraße, in dieser Angelegenheit sogar ein Ratsmitglied verwickelt war und seinen Hut nehmen musste, durch Ankauf einer Fläche durch die Gemeinde Bedburg-Hau vorerst verhindert wurde, ist nun „op gen Houwe“ dran.

Bereits in der vergangenen Woche wurde ich durch einen Anlieger informiert, dass ein Unternehmer (Name ist mir bekannt) Land zwischen der Saalstraße und Antoniterstraße bestrebt ist Land aufzukaufen, um dort eine Kiesgrube zu betreiben. Heute habe ich dann noch mit einem weiteren Anlieger gesprochen. Eigentlich ist keiner dafür, doch einige scheinen schon verkauft zu haben.
Die infrage kommende Fläche ist im Regionalplan als Fläche zur Gewinnung von Bodenschätzen (Abgrabung) ausgewiesen und hat eine Größe von rd. 35 Hektar. Mir wurde mitgeteilt, dass ungefähr 18 Hektar bereits im Besitz des Unternehmers seien und dies ausreichen würde um eine Abgrabung zu betreiben.

Bericht von Klaus Schürmanns berichtete  (hier)  „Grundsätzlich sind sich Rat und Verwaltung einig, dass weitere Auskiesungsflächen in der Gemeinde Bedburg-Hau nicht entstehen sollen“ so Bürgermeister Peter Driessen. Eine gute Aussage. Klaus Schürmanns berichtet weiter, das weder bei der Gemeinde noch beim Kreis Kleve ein Antrag vorliegt.

Vor der Auskiesung steht ein umfangreiches Genehmigungsverfahren
Zu den Schritten des Genehmigungsverfahrens, zur Planfeststellung, sind stets die Bürger (Interessengruppen), der Naturschutz, die Fachbehörden und die Politik zu beteiligen. Wer nun die Hoffnung hat, dass die Bedburg-Hauer Politik eine Abgrabung verhindern kann, der irrt, sie wird maximal nur angehört. Ein Genehmigungsverfahren kann oftmals bis zu zehn Jahren dauern. Das liegt zum Teil daran, dass zahlreiche Gutachten, z. B. Immissionsgutachten (Lärm, Staub, Bundes-Immissionsschutzgesetz, Landschaftsgesetz ─ Vermeidung schädlicher Umwelteinwirkungen ─ Sicherung und Entwicklung der landschaftsgebundenen Erholung), vom Antragsteller vorgelegt werden müssen. Zum Antrag gehört auch ein Landschaftspflegerischer Begleitplan (Ausgleich für den Naturschutz) und spätere Nutzung, z. B. mit welchen Materialien soll verfüllt werden soll, wie und wie lange.

Passend zum Kiesabbau in Bedburg-Hau gab es eine Pressemitteilung vom Aktionsbündnis Niederrheinappell (16 Bürgerinitiativen, politische Fraktionen, BUND NRW und der NABU NRW)  hier klicken

Auszug Regionalplan

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