Ein toter Journalist mehr wert als zehntausend tote Jemeniten

Zerstörung im Süden Sanaas durch einen Luftangriff vom 12. Juni 2015 während der Operation Restoring Hope (Foto: 13. Juni 2015)
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  • Zerstörung im Süden Sanaas durch einen Luftangriff vom 12. Juni 2015 während der Operation Restoring Hope (Foto: 13. Juni 2015)
  • Foto: Urheber: Ibrahem Qasim, Creative-Commons-Lizenz https://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons?uselang=de
  • hochgeladen von Günter van Meegen

Eine Schande par excellence

Erst jetzt, nachdem der Journalist Jamal Ahmad Khashoggi ermordet wurde, will die Bundesregierung die Waffenexporte nach Saudi-Arabien einstellen. Ein toter Journalist ist also mehr wert als über Zehntausend tote Jemeniten, 7 Mio. Menschen die vom Hungertod bedroht sind, fast 1 Mio. Cholera-Kranke, 14 Mio. Menschen die keinen Zugang zu sauberem Wasser haben.
Die Milliardenrüstungsgeschäfte waren wichtiger als die Menschenrechte – bis zum Fall Khashoggi.
Keine Waffen dürfen an Länder geliefert werden, die in Kriege oder bewaffnete Konflikte verwickelt sind. Das steht im Koalitionsvertrag! Wenn schon diese Vereinbarung nicht eingehalten wurde, kann man sich vorstellen, was ein vorläufiger Waffenexportstoppbedeutet. Der Fall Khashoggi wird bald vergessen sein.
Noch im September hatte die Bundesregierung Waffenexporte an die Jemen-Kriegsparteien Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate und Jordanien genehmigt.

Zerstörung im Süden Sanaas durch einen Luftangriff vom 12. Juni 2015 während der Operation Restoring Hope (Foto: 13. Juni 2015)
Jamal Ahmad Khashoggi, Saudi journalist, Global Opinions columnist for the Washington Post, and former editor-in-chief of Al-Arab News Channel

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