Endlich Investoren für das Klinikgelände?

Einen „unglaublich interessanten Vortrag“ erlebte Bürgermeister Peter Driessen beim aktuellen Unternehmerfrühstück mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve in Bedburg-Hau. Honorarkonsul Freddy Heinzel brillierte erneut mit niederländischer Fachkompetenz.
  • Einen „unglaublich interessanten Vortrag“ erlebte Bürgermeister Peter Driessen beim aktuellen Unternehmerfrühstück mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve in Bedburg-Hau. Honorarkonsul Freddy Heinzel brillierte erneut mit niederländischer Fachkompetenz.
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Der Honorarkonsul der Niederlande war Hauptreferent im Rahmen des Unternehmerfrühstücks mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve in Bedburg-Hau. Und der Rechtsanwalt aus der Kanzlei Strick redete Klartext. Freddy Heinzel nannte die vielen Vorteile der deutsch-niederländischen Grenz-Situation, sah die Landesgrenze allerdings immer noch als „Nahtstelle zweier völlig unterschiedlicher Gesetzmäßigkeiten“ und lieferte hochinteressante Ansichten zum Airport Weeze, was Bürgermeister Peter Driessen dazu motivierte, in seinem Fazit von einem „unglaublich interessanten Vortrag“ zu sprechen.

„Wir können dem niederländischen Airport-Investor Herman Buurman für sein über Jahre gezeigtes Engagement am Airport nur danken“, so Heinzel. Dieser habe als Privatmann Millionen in das Projekt gesteckt, hafte jeden Tag mit seinem Privatvermögen für das, was geschehe“, so Heinzel. Die in den letzten Tagen diskutierte Zusammenarbeit zwischen Airport Weeze und dem Flughafen Düsseldorf beim Kampf um eine dritte Landebahn sei ein hervorragender Ansatz. Sollte man in der Landeshauptstadt die Zeichen der Zeit nicht erkennen, so gebe es ja noch den Versuch, die Fühler Richtung Airport Amsterdam auszustrecken. Heinzel: „Die Wegstrecke nach Schiphol ist ähnlich lang“, betonte der Jurist. Man könne auch auf die Idee kommen, aus Weeze einen niederländischen Flughafen zu machen.
Gut 30 Interessierte folgten Heinzel im Wellnesshotel Till-Moyland, als er die niederländischen Nachbarn für ihre Erfindungen wie die Pendeluhr, die künstliche Niere, die CD oder die Bluetooth-Verfahren lobte. Sie seien heute der wichtigste Handelspartner der Deutschen mit einem Handelsvolumen von 137 Milliarden Euro. Heinzel motivierte insbesondere die Handwerker dazu, sich Märkte jenseits der Grenze zu erobern. „Die warten geradezu auf unsere Wertarbeit“, behauptete der Honorarkonsul, der es als einen groben, fast unverzeihlichen Fehler bezeichnete, dass jüngere Niederländer die deutsche Sprache nicht mehr erlernen. „In einem Nimwegener Schuhgeschäft spricht uns die 30jährige Verkäuferin eher in Englisch an als in Deutsch. Das lässt manchen Umsatz verloren gehen“, so Heinzel.
Bürgermeister Peter Driessen erwähnte in seinem Grußwort die noch vorhandenen sechs Grundstücke an der Ziegelhütte und will in nächster Zeit den Versuch starten, in Hau ein neues, kleines Wohnbaugebiet als Klimaschutzsiedlung aus der Taufe zu heben.

Hans-Josef Kuypers dankte er dafür, dass die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve Gespräche mit zwei möglichen Investoren für den Nordteil des Klinikgeländes eingeleitet habe. Die privaten Investoren sind seit wenigen Wochen dabei, die konzeptionellen Vorstellungen zu Papier zu bringen und ihre Entscheidung gegenüber der Gemeinde Bedburg-Hau und dem Eigentümer bis zum Jahresende zu formulieren. Kuypers betonte vor den Gästen des Unternehmerfrühstücks, dass die Zahl der Übernachtungen in Bedburg-Hau erneut gestiegen sei, und zwar um 84 Prozent auf 11.558 Übernachtungen. Dies sei auch Menschen zu verdanken, die ein „Wellnesshotel Till-Moyland“ als Magneten geschaffen hätten.

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Lokalkompass Kleve aus Kleve

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