Gärten des Grauens
Grünen-Fraktion im Gemeinderat forderte: Vorgaben zur Gartengestaltung

Die Gestaltung des Vorgartens ist natürlich Geschmacksache. Lena Janssen aus Bedburg-
Hau mag es bunt und naturnah.
  • Die Gestaltung des Vorgartens ist natürlich Geschmacksache. Lena Janssen aus Bedburg-
    Hau mag es bunt und naturnah.
  • Foto: Alfred Derks
  • hochgeladen von Günter van Meegen

Als „Gärten des Grauens“ hat der Naturschutzbund Deutschland die Schotterflächen vor den Häusern bezeichnet, die auch in Bedburg-Hau immer mehr zu finden sind. Steingärten seien nur scheinbar pflegeleicht, sagen auch die Grünen in Bedburg-Hau. Unerwünschte Pflanzen machen sich auch dort schnell breit. Bekämpft werden sie dann oftmals mit Unkrautvernichtungsmitteln. Deshalb hat die Grünen-Fraktion im Gemeinderat gefordert, dass es in den Bebauungsplänen konkrete Vorgaben zur Gartengestaltung geben soll. Die sind nun aktuell in den neuen Plänen für Till Moyland, Huisberden und Ziegelhütte II in Hasselt zu finden.
So heißt es wörtlich: „Die Vorgärten sind zu begrünen und als Grünfläche dauerhaft zu erhalten. Bis auf den Anteil der notwendigen Erschließung (notwendige Stellplätze, Zufahrten zu den Garagen, Zuwegungen zum Eingang) ist eine Versiegelung der Vorgärten sowie die flächige Gestaltung und Belegung mit Kies, Schotter o.ä. Steinmaterial unzulässig.“
Darüber hinaus ist auch die Gestaltung eines Vorgartens mit flächiger Anschüttung von Schotter gemäß Bundesbodenschutzgesetz nicht zulässig, da die Funktion des Bodens durch eine schädliche Bodenveränderung nicht mehr gewährleistet ist.
Dagegen nehmen bepflanzte Vorgärten Regenwasser auf, speichern Feuchtigkeit, leisten einen Beitrag zur Luftreinhaltung und sind nicht zuletzt auch ein wichtiger Lebensraum für Insekten, Kleintiere und Vögel.
Die Grünen sind davon überzeugt, dass sich auch etwas in den Köpfen der Menschen bewegen müsse. Wilde Blühflächen seien für manche Menschen ein optisches Problem. Sie entsprechen nicht dem Ideal von einem ordentlichen Garten. Dabei ist das allemal besser, als den Vorgarten mit Steinen zuzukippen.
Wer seinen Garten mit Steinen abdeckt und ein Vlies unter die Steinschicht legt, erwartet wenig Arbeit. Doch auch im Steingarten gibt es immer etwas zu tun. Blätter fallen auf die steinernen Flächen und müssen abgesammelt werden, denn sonst siedeln sich in den Steinfugen wieder Gräser und Pflanzen an.
Ein naturnaher Garten würde mit guter Planung und heimischen Pflanzen wenig Arbeit machen. Die Grünen möchten eigentlich lieber auf Appelle und eine verstärkte Werbung für grüne Gärten als auf Vorschriften setzen. Dazu empfehlen sie die Broschüre „GARTENLUST – FÜR MEHR NATUR IM GARTEN“, erhältlich beim Naturschutzbund Deutschland (www.nabushop.de) Wer seine Schotterfläche wieder in einen blühende Vorgarten verwandeln möchte, findet Hilfe beim örtlichen Handel.

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