Das schlägt die FDP in Bedburg-Hau vor
Halbe Hundesteuer für Vierbeiner aus dem Tierheim?

Hundehalter, die ihren Vierbeiner aus einem Tierheim übernehmen, sollen nach Vorstellungen der FDP Bedburg-Hau weniger Hundesteuer zahlen.
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Wer einen Hund aus einem Tierheim übernimmt, soll für zwei Jahre nur die halbe Hundesteuer zahlen. Auch sollen ältere Menschen, die Grundsicherung im Alter erhalten, von der Hundesteuer bei einem Hund befreit werden. Das hat jetzt die FDP-Fraktion im Gemeinderat vorgeschlagen.

Niedrigere Steuersätze für Tierschutz-Hunde gebe es etwa in Duisburg, Bochum, Witten, Willich und Viersen, so die FDP. Zunehmend befreien Kommunen Menschen, die sich für einen Hund aus dem Tierheim oder dem Tierschutzverein entscheiden, im ersten Jahr sogar vollständig.
Was passiert mit dem Antrag? Die FDP-Fraktion hat ihn an Bedburg-Haus Bürgermeister Peter Driessen gerichtet. Er soll dann von den Mitgliedern im Hauptausschuss am 19. November weiter beraten werden. „Die Vermittlung von Hunden, die sich in einem Tierheim oder im Tierschutz befinden, ist so attraktiv wie möglich zu gestalten, um hier im Sinne des Tierschutzes zu handeln“, meinen Michael Hendricks, Vorsitzender der FDP-Fraktion und sein Stellvertreter, Marcel Erps, im Bedburg-Hauer Rat. Dies könne leicht durch eine Überarbeitung der aktuellen Hundesteuer-Satzung erreicht werden. Nach Vorschlag der Freidemokraten könnten alle Halter, die einen Hund nachweislich aus einem deutschen Tierheim oder einem deutschen Tierschutzverein übernehmen, für die ersten zwei Jahre zur Hälfte von der Hundesteuer befreit werden.
Wer einen Hund hält, muss in Bedburg-Hau zurzeit 60 Euro pro Jahr zahlen, bei zwei Hunden werden je Tier 75 Euro sowie bei drei oder mehr Hunden 95 Euro pro Tier fällig. Nach dem Vorschlag der FDP würden Hundehalter z. B.– statt wie bisher 60 Euro – in den ersten zwei Jahren 30 Euro bei einem Hund zahlen. Zudem ist der FDP-Vorschlag weiter gefasst. Ältere Menschen die von der Grundsicherung leben, sollen ganz von der Steuer befreit werden. „Hunde sind oftmals für ältere Menschen wichtige Sozialpartner, ja manchmal sogar die einzigen Freunde und Begleiter und leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Altersvereinsamung“, begründet Marcel Erps seinen Vorschlag.
„Wir sehen in unserer Idee eine Möglichkeit, langfristige Anreize zu schaffen, um einen Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause zu geben“, sagt Michael Hendricks. Allerdings solle dies nur für Tiere aus Deutschland gelten, nicht auch für solche aus dem europäischen Ausland. Bei einer höheren Vermittlungsrate könnten zudem insgesamt die Kosten für Tierheime und Tierschutz gesenkt werden.

Autor:

Lokalkompass Kleve aus Kleve

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