Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen: Die Grundrente nicht verschieben

„Die Grundrente ist eine Wertschätzung der Arbeitsleistung von Menschen, die im Berufsleben nur gering verdient haben“. Für Jürgen Jentsch, den Vorsitzenden der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW), heißt das im Klartext: "Wir hoffen, dass mit ihrer Einführung dem bedrückenden Problem wachsender Altersarmut etwas entgegengesetzt werden kann“.
Die Diskussionen um diese im Februar von der Bundesregierung beschlossene, allerdings bisher nicht von Bundestag und Bundesrat verabschiedete Leistung laufen noch immer, wie nicht allein gerade eine Expertenanhörung im Sozialausschuss des Bundestags gezeigt hat.
„Wer sein Leben lang gearbeitet, aber nur unterdurchschnittlich dafür entlohnt worden ist, darf nicht auf eine Rente auf Hartz-IV-Niveau angewiesen sein. Genau das soll die Grundrente sicherstellen“, so Jentsch. Dass die bisher ausgehandelten Bedingungen für den Anspruch auf diese ergänzenden Rentenzahlungen ein Kompromiss seien und letztlich nur als ein erster Schritt in die richtige Richtung gewertet werden könnten, hebt die LSV hervor, aber: „Sie erkennt immerhin Lebensleistungen an und sorgt für ein Stück mehr Würde, denn Altersarmut bedeutet sehr häufig Ausgrenzung und Einsamkeit“, weiß Jürgen Jentsch. „Sich jetzt auf die finanziellen Belastungen durch die Corona-Krise zurückziehen und den Start der Grundrente verschieben zu wollen, das darf nicht passieren, denn viele Rentnerinnen und Rentner haben sich auf die Ankündigungen der Politik zum Inkrafttreten am 1. Januar 2021 verlassen“.
Dass die Frage einer Grundrente allerdings nur ein Stein in der Verbesserung für einen gesicherten Lebensabend aller Menschen sein kann, will die Landesseniorenvertretung dabei nicht außer Acht lassen: „In diesen zugegeben schwierigen Zeiten der Pandemie allerdings über eine Kürzung der Rentenanpassung zu diskutieren, ist für uns unverständlich und macht uns – auch im Blick auf die Renten der kommenden Generation - durchaus wütend“, stellt der LSV-Vorsitzende deutlich klar. Viele politisch gewollte Einschnitte der vergangenen Jahre hätten den Wert der Rente sinken, die Zahl der im Alter unter der Armutsgrenze lebenden Menschen steigen lassen. „Eine Überarbeitung des gesetzlichen Rentensystems wird eine wichtige Zukunftsaufgabe sein, die die Interessen aller Generationen berücksichtigen muss“, appelliert Jürgen Jentsch an die Politik.
Jürgen Jentsch
Vorsitzender der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen

LSV: https://lsv-nrw.de/
Seniorenbeirat Gemeinde Bedburg-Hau: https://www.bedburg-hau.de/de/dienstleistungen/seniorenbeirat/
Seniorenwegweiser Gemeinde Bedburg-Hau: https://www.findcity.de/?m=gemeinde-bedburg-hau-senioren-wegweiser-47551sb

Autor:

Günter van Meegen aus Bedburg-Hau

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