ZRUNLSDPUFSIAOA: Machen uns die Öffentlich-rechtlichen, ARD & ZDF, krank?

Woran liegt es eigentlich, dass im Ersten und Zweiten mehr Arzneimittelwerbung, und zwar wesentlich mehr gemacht wird als bei den Privaten? In den Werbeblocks im Ersten und Zweiten sind mindestens 50 Prozent, manchmal sogar 90 Prozent Arzneimittelwerbungen geschaltet, die dann mit dem Satz „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ (4 Sekunden) enden.
Täte es vielleicht auch die Kurzfassung: „ZRUNLSDPUFSIAOA“?
Oftmals grüßt dann auch noch die Apotheken-Umschau - was wir auf keinen Fall versäumen sollen zu erfahren - von Adipositas, Erbrechen und Übelkeit, bis Zysten. Abgerundet wir dann noch der Werbeblock mit dem Hinweis, dass die nachfolgende Sendung von der Krankenkasse XYZ unterstützt wird.
Bei den Privaten sieht dies etwas anders aus, hier findet man nur 10, maximal bis 20 Prozent Arzneimittelwerbung.
Wie kommt es zu diesen Unterschieden in den Werbeblocks? Liegt es an den Zuschauern? Liegt es an den TV-Beiträgen?
Sicherlich ist da was dran, dass die Zuschauer von ARD und ZDF im Schnitt älter sind und auch das Programmangebot dazu beiträgt. Ein wesentlicher Grund dürfte jedoch auch die Kostenfrage sein. 60 Mio. € für „ZRUNLSDPUFSIAOA", siehe hier: http://www.wahrewerbung.de/data/pdf/08-03tv.pdf
Vielleicht findet man die Lösung auch hier: http://www.stupidedia.org/stupi/Zu_Risiken_und_Nebenwirkungen_lesen_Sie_die_Packungsbeilage_und_fragen_Sie_Ihren_Arzt_oder_Apotheker

Bis zu 58.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an unerwünschten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen verschiedener Medikamente und Kombipräparate.
37 Prozent der älteren Menschen nehmen Medikamente ein, die für sie nicht geeignet sind.
10 Prozent der Notaufnahmen in Krankenhäusern sind auf Wechselwirkungen zurückzuführen.
Fast 2 Mio. Deutsche sind Medikamentenabhängig.

Hinter diesen Zahlen verbergen sich auch diejenigen, die ihren Arzt und Apotheker gefragt haben.

Zigarettenwerbung wurde verboten. Würde ein Arzneimittelwerbeverbot auch etwas nutzen?
Zigarettenkonsum Deutschland: 1991 rd. 145 Milliarden Zigaretten; 2013 rd. 80 Milliarden. Quelle: Statistisches Bundesamt. Rauchverbot und Nichtraucherschutz werden dabei eine große Rolle spielen, aber sicherlich auch das Werbeverbot.

Heilmittelwerbegesetz (HWG) § 4 (3) Bei einer Werbung außerhalb der Fachkreise ist der Text "Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker" gut lesbar und von den übrigen Werbeaussagen deutlich abgesetzt und abgegrenzt anzugeben.

Autor:

Günter van Meegen aus Bedburg-Hau

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