Wie Robins Herzenswunsch erfüllt wurde

In der Mitte Robin, 9,. Für den schwerkranken Jungen ging jetzt ein hezrenswunsch in Erfüllung: Er durfte mit WDR-Koch Björn Freitag im WDR-Kochstudio in Düsseldorf das tun, was ihm am meisten Spaß macht: kochen. Foto: WDR-Studio Düsseldorf
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„Wenn ein Tag gut ist, dann erfüllen wir Wünsche.“ Christina Sch. lacht, als sie das sagt. „Manchmal denken mein Mann und ich, dass wir Robin zu sehr verwöhnen.“

Robin steht hinter dem Küchenfenster, wartet auf den Besuch. Reinhold Kohls, niedergelassener Arzt aus Bed-burg-Hau und Vorsitzender des Vereins „Herzenswunsch“ bekommt ein strahlendes Lächeln geschenkt. Robin ist neun Jahre alt, groß wie ein Vierjähriger, zerbrechlich. Robin ist krank. Von Geburt an. Sein Herz und seine Lunge arbeiten nur eingeschränkt. „Er ist austherapiert“, sagt die Mutter.
Sie geht offen um mit der Krankheit ihres Kindes. Auch Robin weiß, dass er sehr krank ist. Er weiß auch, dass er vielleicht bald sterben wird. Wie viel Zeit der Familie für ihr Miteinander noch bleibt, das kann niemand sagen, selbst die behandelnden Ärzte nicht.
Im Flur hängt ein großer Adventskranz. „Ja, wir freuen uns auf Weihnachten. Aber nicht zu sehr. Robin fiebert dem Fest immer so sehr entgegen, dass es ihm dann zu Weihnachten oft gar nicht gut geht. Das versuchen wir jetzt so weit wie möglich zu vermeiden.“ Robin sitzt derweil am Tisch, schwer beschäftigt mit seinem neuen IPad. Sterne und Planenten haben es ihm angetan. Die Mama hat ein Programm geladen. Das lässt die Erde und die Sterne des Himmels zum Greifen nah erscheinen. Genau das Richtige für Robin, der vor allem im Winter ans Haus gebunden ist. „Wir können um diese Jahreszeit nicht nach draußen. Das wäre viel zu gefährlich. Jede Erkältung kann zur Lungenentzündung führen.“
Reinhold Kohls hat es sich neben Robin gemütlich gemacht. Gemeinsam staunen sie über die vielen Sterne, über den Stand der Sonne und des Mondes. Das IPad hat der Verein „Herzenswünsche“ ermöglicht, die ganze Geschichte soll hier erzählt werden.
Koch will er einmal werden. Kochen ist Robins größtes Hobby. Er hilft der Mama beim Kochen - aber er kocht auch selbst. „Ich stehe dann nur daneben“, sagt die Mama. Und weil Robin so gern kocht, hatte er den Herzenswunsch, einmal ein Fernsehkochstudio besuchen zu können. Der Verein Herzenswunsch erfuhr davon, nahm Kontakt zum WDR auf - und schon war die Sache abgemacht. Robin war einen Tag lang Gast im WDR-Studio in Düsseldorf. Das Busunternehmen Leineweber meldete sich - übernahm und finanzierte den Transport. „Wir haben dafür nichts bezahlen müssen“, freut sich Reinhold Kohls. Und auch die AWO unterstützte mit einer Spende.
In Düsseldorf wurden die Gäste schon erwartet. „Den ganzen Tag hat sich Tobi um Robin gekümmert. Er ist Sozialpädagoge und hat Robin alles gezeigt, was er sehen wollte“, erzählt die Mutter. Das Highlight war natürlich das Kochen mit Koch Björn. Der setzte dem Nachwuchs eine Kochmütze auf - und los ging‘s. Hühnchenbrust und Salat standen auf dem Speiseplan. Nur die Salatsauce fand nicht Robins ungeteilte Zustimmung. „Da fehlt was - nämlich Essig“, machte er den Koch aufmerksam. „Das war super schön in Düsseldorf - und zu Weihnachten wünsche ich mir ein Wiegemesser mit so einem Brettchen.“ Robin strahlt. Wie an seinem Düsseldorf-Kochtag. „Das ist das Schönste, wenn man so ein strahlendes Kind sieht“, strahlt auch Christina Sch.
Der Maulwurf - der aus der Sendung mit der Maus - liegt jetzt immer in Robins Bett. Zu Weihnachten wünscht er sich ein großes Quad. Auf dem Wunschzettel steht: „Darüber freut sich sicher auch Papa.“ Und natürlich das Wiegemesser. Ein Buch. „Bleibt nur zu wünschen, dass Robin zu Weihnachten richtig fit ist“, hofft auch Reinhold Kohls.
Im Lauf des Gesprächs erzählt Christina Sch. von ihren beiden anderen Kindern, Masha und Nadja. Nadja ist 14. „Anfangs war es schwer, aber sie liebt ihre Geschwister sehr.“ Familie Sch. macht sich nicht nur Sorgen um Robin. Masha, 11, ist schwer behindert, sitzt im Rollstuhl, ist blind. Was sich die Eltern wünschen: „Bitte kein Mitleid. Das wollen wir nicht. Aber wir möchten auch nicht bei jedem Familienausflug angestarrt werden.“ Jeden Tag so nehmen, wie er ist, und aus den guten etwas Schönes machen - das sei das Wichtigste für sie und ihre Familie.

Autor:

Annette Henseler aus Kleve

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