Stipendiatentreffen in der LVR-Klinik Bedburg-Hau
Einblicke in den Alltag

16 angehende Mediziner und Therapeuten aus dem gesamten Rheinland trafen sich beim Stipendiatentag zum Erfahrungsaustausch in der LVR-Klinik Bedburg-Hau. Auf dem Programm stand auch die tiergestützte Therapie mit Pferden. Foto: LVR-Klinik
  • 16 angehende Mediziner und Therapeuten aus dem gesamten Rheinland trafen sich beim Stipendiatentag zum Erfahrungsaustausch in der LVR-Klinik Bedburg-Hau. Auf dem Programm stand auch die tiergestützte Therapie mit Pferden. Foto: LVR-Klinik
  • hochgeladen von Christian Schmithuysen

Bereits seit 2012 unterstützen die LVR-Kliniken, darunter auch die LVR-Klinik Bedburg-Hau, Medizin-Studierende auf vielfältige Weise. Dazu gehört z.B. das Programm „LVR-Klinik-Start“ mit dem Studierende im Rheinland gefördert werden, die sich für Psychiatrie interessieren und bereits ihr Physikum abgeschlossen haben.

BEDBURG-HAU. Neben der monatlichen finanziellen Zuwendung von 600 Eudo pro Monat erhalten die angehenden Medizinerinnen und Mediziner auch praktische Einblicke in die verschiedenen Arbeitsfelder der Psychiatrie. Dazu finden regelmäßige sogenannte „Stipendiatentreffen“ in den verschiedenen Kliniken des Landschaftsverbandes Rheinland statt. Beim diesjährigen Treffen in der LVR-Klinik Bedburg-Hau nahmen elf Studentinnen und Studenten der Universitäten Bochum, Düsseldorf, Köln und Bonn teil.

Die Chefärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie der LVR-Klinik Bedburg-Hau, Beate Linnemann, informierte über die vielfältigen Arbeitsgebiete der Kinder- und Jugendpsychiatrie und vermittelte gemeinsam mit ihrer Oberärztin Dr. Maren Krüger und dem Ambulanzarzt Amir Djawadi mit viel Begeisterung einen lebendigen Eindruck vom Arbeitsalltag eines Mediziners an einer Kinder- und Jugendpsychiatrie, unter anderem in Workshops, in denen interaktiv Fallbeispiele bearbeitet wurden.
Auf dem Programm standen außerdem die Besichtigung des Geländes der Reittherapie und ein Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten der tiergestützten Therapie durch die Reittherapeutin Birgit Buschmann-Franken.

Der Tag bot so sehr viel Raum zum gegenseitigen Kennenlernen, dem Erfahrungsaustausch und Möglichkeiten, Fragen zum Klinikalltag zu stellen. „Der Austausch mit den Mitarbeitenden, die über ihre Praxis sprechen, hat mir sehr geholfen um die richtigen Entscheidungen zu treffen in welche Richtung mein Studium verlaufen soll“, erklärte eine Studentin nach dem Tag. „Zudem ist es auch wichtig zu sehen, wie die Theorie vor Ort umgesetzt wird und ein Gefühl für die Arbeitsatmosphäre zu bekommen. Ich kann mir jetzt sehr gut vorstellen, in Bedburg-Hau zu hospitieren. Vor diesem Treffen wollte ich auf jeden Fall nur in eine Großstadt oder an eine Uniklinik- das ist jetzt nicht mehr so“, beteuert die junge Frau.

„Uns ist an solchen Tagen wichtig zu zeigen, wie vielfältig und bunt kinder- und jugendpsychiatrische Therapie sein kann und dass wir im Umgang mit „unseren“ Familien oft ein wichtiger Wegbegleiter sind. Wir können auch dann Anstöße geben und am Ball bleiben, wenn sich für die Familien zunächst zum Teil dramatische Ausnahmesituationen ergeben. Wir arbeiten gerade hier mit einem multiprofessionellen Team, dass nicht nur nach Lösungen für die Kinder – und Jugendlichen sucht, sondern sich auch untereinander supervidiert und Sichtweisen erweitert“, erklärt Beate Linnemann.

Die Chefärztin engagiert sich schon seit Jahren für eine gute Weiterbildung des klinischen Personals und hat aus eigener Erfahrung gelernt, wie wichtig die Anleitung von erfahrenen Mitarbeitenden sein kann.

„Wir bieten daher auch Hospitationen an unserer Klinik an. Zudem erhalten die Studierenden interessante Seminare und Fachtagungen im LVR-Klinikverbund, um ihre psychiatrischen Fachkenntnisse ständig erweitern zu können“, so Linnemann. „Die finanzielle Unterstützung ermöglicht außerdem die volle Konzentration auf das Studium im klinischen Abschnitt. Sie endet mit dem Studienabschluss beziehungsweise spätestens nach vier Jahren. Arbeiten die Geförderten im Anschluss an das Stipendium an einer LVR-Klinik, übernimmt diese Klinik die Rückzahlung“, erläutert die Chefärztin die Ausbildungssituation.

Im Anschluss an ihr Studium haben die Stipendiaten dann gute Chancen, an einer der LVR-Kliniken eingestellt zu werden. Durch das Stipendiatenprogramm „LVR-Klinik-START“ konnte die Anzahl der geförderten Studierenden kontinuierlich gesteigert werden.

Bis zum 30. April 2021 können sich Studierende übrigens wieder bewerben, entweder per E-Mail (bewerbung.stipendium@lvr.de) oder per Post (Landschaftsverband Rheinland, Fachbereich 81, 50663 Köln). Weitere Informationen zum LVR-Stipendienprogramm gibt es im Internet unter www.stipendium.lvr.de oder telefonisch unter 0221 809-6651.

Autor:

Lokalkompass Kleve aus Kleve

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