Bodendenkmal in Bergkamen
Beschilderung der Bummannsburg eingeweiht

Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer im Kreis der Förder und Freunde der Bummannsburg.
Herr Dr. Herold (Verein der Freunde und Förderer
des Stadtmuseums Bergkamen e.V.)

Mark Schrader , Stadtmuseum Bergkamen

Beig. Herr Ulrich (Kämmerer und Kulturdezernent)
Bernd Schäfer ( Fraktionsvorsitzender SPD)
Herr Grziwotz (Vorsitzender des Kulturausschusses
der Stadt Bergkamen)
Herr Heinzel (Fraktionsvorsitzender CDU)
Herr Pufke (Fraktionsvorsitzender CDU)
Herr Hindemitt (CDU)
Frau Schmidt-Apel (Kulturreferentin)
Frau Reumke ( Stadt Bergkamen)
Herr Kuhlmann (Ortsvorsteher BK-Rünthe)
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  • Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer im Kreis der Förder und Freunde der Bummannsburg.
    Herr Dr. Herold (Verein der Freunde und Förderer
    des Stadtmuseums Bergkamen e.V.)

    Mark Schrader , Stadtmuseum Bergkamen

    Beig. Herr Ulrich (Kämmerer und Kulturdezernent)
    Bernd Schäfer ( Fraktionsvorsitzender SPD)
    Herr Grziwotz (Vorsitzender des Kulturausschusses
    der Stadt Bergkamen)
    Herr Heinzel (Fraktionsvorsitzender CDU)
    Herr Pufke (Fraktionsvorsitzender CDU)
    Herr Hindemitt (CDU)
    Frau Schmidt-Apel (Kulturreferentin)
    Frau Reumke ( Stadt Bergkamen)
    Herr Kuhlmann (Ortsvorsteher BK-Rünthe)
  • hochgeladen von Eberhard Kamm

Im kleinen Kreis wurde am Sonntag die Beschilderung der Bummannsburg eingeweiht. Genau 30 Jahre nachdem die Bummannsburg ein eingetragenes Bodendenkmal und somit unter Denkmalschutz gestellt wurde wird diese historische Wallburganlage aus dem 9. bis 10. Jahrhundert wieder in den Focus der vielfältigen Geschichte der Stadt Bergkamen gerückt.
Mit der neuen Beschilderung erhoffen sich die Stadt Bergkamen und die Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen, dass dieses bedeutsame mittelalterliche Bodendenkmal mehr Schutz und Aufmerksamkeit erfährt, so Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer.
Die neue Aufmerksamkeit, die die Bummannsburg jetzt erfährt, ist der Jungen Union Bergkamens zu verdanken. Ihnen war aufgefallen, dass auf Google Earth die mittelalterliche Wallanlage als Mountainbike Anlage ausgewiesen war und so auch ausgiebig genutzt wurde. Diese Nutzung führte dazu, dass die mittelalterliche Wallanlage Schaden nahm. Auch einige Unwetter und Forstarbeiten setzten der Anlage im Laufe der Jahre heftig zu, so dass die Wallkronen zerstört wurden.
Mit Hilfe der neuen Beschilderung erhofft man sich jetzt, dass diese bedeutsame Wallanlage wahrnehmbar und erlebbar wird, so Mark Schrader vom Stadtmuseum Bergkamen. Dem Engagement des Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen e.V. , vertreten durch Herrn Dr. Herold ist es zu verdanken, dass die Beschilderung und damit bessere Wahrnehmbarkeit des Bodendenkmals Bummannsburg jetzt erfolgt.

Informationen zu Bummannsburg:
Die Bummannsburg – Geheimnisse eines einzigartigen Bodendenkmals
Das Bodendenkmal „Bummannsburg“ ist eine sehr bedeutsame begehbare, nicht überbaute
mittelalterliche Niederungsburganlage, wie nur noch sehr wenige in Deutschland existieren.
Sie ist der restliche Teil einer frühen Wallburganlage auf der südlichen Lippeseite des
Bergkamener Stadtteils Rünthe in Nordrhein-Westfalen. Benannt wurde sie nach einem alten
Bauernhof, der bis 1847 in der Wallanlage stand. Die Burganlage umfasst fünf Hektar.
Hinweise zum Alter der Burganlage sind in Form von Gebrauchskeramik und kleinen Funden
überliefert, die aber für eine genaue Datierung zu spärlich sind. In Pollenuntersuchungen
kann man die stetige Rodung der Erlenbruchwälder in der Lippeaue in die Mitte des 9.
Jahrhunderts datieren. In dieser Zeit wird auch die Bummannsburg als befestigte Hofanlage
entstanden sein. Im 9. bis 10. Jahrhundert hatte die Burg für das sie umgebende Umland
eine zivile und militärische Bedeutung. Bodenfunde belegen, dass sie im 13. Jahrhundert als
Fliehburg für die Bevölkerung diente.
Die Funde datieren in die Zeit zwischen dem 8./9. und dem 15./16. Jahrhundert und belegen
eine kontinuierliche mittelalterliche Besiedlung. Untersuchungen in den 1930er-Jahren
weisen zudem auf verlagerte Funde aus älteren Siedlungsstrukturen hin. Eisenzeitliche
Bestattungen sowie eine antike Siedlungstätigkeit konnten durch Funde im Südwall des
Kernwerkes nachgewiesen werden.
Die Nutzung der Wallburganlage ist aufgrund starker baulichen Veränderungen schwer zu
rekonstruieren. Neben den Abtragungen durch Sandabbau, Straßenbau, Umnutzung durch
Weidewirtschaft, Ackerbau und Forstwirtschaft bis hin zu Zerstörungen durch die
mäandrierende Lippe wurden in jüngster Zeit durch Geländefahrräder und Forstarbeiten die
Wallkronen zusätzlich zerstört.
Zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen sollen folgende Fragen klären:
Stammen die Wälle von einem römischen Heerlager?
Ist die Burg ein umgebautes sächsisches Erdwerk?
Handelt es sich um einen fränkischen Königshof?
Diente die Anlage als Herrenburg?
Wurde die Anlage als Fliehburg umgebaut und genutzt?
Die Bummannsburg ist seit 1990 eingetragenes Bodendenkmal und steht unter
Denkmalschutz. Mit der neuen Beschilderung möchte die Stadt Bergkamen mit
Unterstützung der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen zum
30-jährigen Jubiläums der Unterschutzstellung das bedeutsame mittelalterliche
Bodendenkmal wahrnehmbar und erlebbar machen. Damit möchte die Stadt
Bergkamen den Schutz und die Aufmerksamkeit für das Bodendenkmal verbessern.
Das jährliche Museumsfest kann im Jahr 2020 aufgrund der Coronapandemie leider
nicht in der Bummannsburg stattfinden.

Autor:

Eberhard Kamm aus Kamen

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