Ein Schmetterling für die Kinder

Übergabe der Plastik (H.-J- Peters, K. Kupfer, W. Kerak, O. Kerak)
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  • Übergabe der Plastik (H.-J- Peters, K. Kupfer, W. Kerak, O. Kerak)
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Ein Kind zu verlieren ist immer mit Trauer und Schmerz verbunden.
Um dieser Trauer einen Raum und Ort zu geben, hat die Stadt Bergkamen im Juni 2008 auf dem Parkfriedhof in Weddinghofen das Schmetterlingsfeld angelegt. Auf diesem Grabfeld, welche die Form eines Schmetterlings nachgeahmt ist, haben Eltern einer Fehl- oder Totgeburt, die Möglichkeit dem Kind eine Bestattung zukommen zu lassen und damit einen Anlaufpunkt zu schaffen.
Die Flügel sind in den Umrissen mit Buchsbäumen bepflanzt, an dessen Angrenzungen die einzelnen Grabfelder angelegt werden. Somit wurde die Möglichkeit geschaffen, kleinen Grabschmuck an der Grabstelle abzulegen. Die Grabstellen können mit einer kleinen Grabplatte versehen werden. Der Körper des Schmetterlings, welcher den Zuweg zu den Feldern bildet, wurde in Kies gehalten. Das Feld ist hoch umwachsen und symbolisiert den Schutz des Schmetterlings. Die Grabfelder sind somit geschützt und beschützt.

Am Donnerstag 22.08.2013 um 11.00 wurde vom angrenzenden Steinmetzbetrieb Kerak, durch Olaf und Wolfgang Kerak, eine Stele an die Friedhofsverwaltung, vertreten durch Kerstin Kupfer und Dr. Ing. Hans-Joachim Peters, für dieses Feld übergeben.

Die Plastik, aus einer gebogenen Basaltsäule und Edelstahl in Form eines Schmetterlings, konnte der Mitte des Zuweges folgend, als leichtes, schwebendes Element dargestellt werden.

Der Schmetterling gilt als das Symbol der Metamorphose, für Sterben und Wiederkehr. Die Basaltsäule, oft mehrere Meter lang und sehr selten in gebogener Form, ist einzig, so wie hier jedes Kind einzig ist.
Die vordere, geschliffene Seite soll den bereits vollbrachten Lebensweg und die naturbelassenen, äusseren Seiten das noch nicht vollbrachte Leben darstellen. Die Sterne im oberen Teil der Säule stehen für die Unendlichkeit.

Die Intention dieser Plastik, entstand durch durch einen tragischen Fall im Bekanntenkreis und der Erkenntnis, dass Betroffene in solchen Fällen kaum eine Anlaufstelle für ihren Schmerz und ihre Trauer finden oder teilweise gar nicht wissen, dass es die Möglichkeit einer solchen Bestattung gibt.

Mit der Symbolik wolle man den Weg weisen, sowie eine Symbiose bilden, welche zum Nachdenken und Innehalten anregt, sowie den Trauernden Trost und Hoffnung spenden und in der Trauerbewältigung behilflich sein.

Informationen zum Schmetterlingsfeld erhalten Sie bei der Friedhofsverwaltung der Stadt Bergkamen bzw. bei allen ansässigen Bestattern.

Autor:

Oliver Loschek aus Bergkamen

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