Erzbischof trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Bergkamen ein

Der Erzbischof von Paderborn, Hans-Josef Becker, trägt sich sich als Gast von Bürgermeister Roland Schäfer in das Goldene Buch der Stadt ein.  v.li., Pastor Thorsten Neudenberger, Elke Grziwotz Bündnis 90/Grüne, Beigeordnete Christine Busch, Marco Morten Pufke CDU und Bernd Schäfer SPD
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Seine erste Firm-und Visitationsreise durch das Dekanat Unna führte den Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker auch nach Bergkamen. Dort stattete er Bürgermeister Roland Schäfer einen Besuch im Rathaus ab und trug sich im Beisein der Fraktionsvorsitzenden und des Pastors Thorsten Neudenberger in das goldene Buch der Stadt Bergkamen ein.

Nach einem kurzen Einblick in die Geschichte der ehemals „größten Bergbaustadt Europas“, durch Bürgermeister Roland Schäfer ging es dann um die katholische Kirche in der Gegenwart und um das Bild und Wirken der katholischen Kirche in der Zukunft. Gut 25 Prozent der Bergkamener Bevölkerung sind katholisch, 35 Prozent der Bergkamener gehören zur evangelischen Kirche. Den größten Anteil aber bilden mit fast 20.000 Menschen die konfessionslosen Bergkamener. Dazu gehören viele Mitglieder der muslimischen Gemeinden in Bergkamen. Die Kontakte zu ihnen seien ganz unterschiedlich, so Bürgermeister Roland Schäfer, aber im großen und ganzen ganz positiv.
Die kommunale Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche besonders in den sozialen Bereichen ist gut und auch die Flüchtlingsarbeit in Kooperation mit der katholischen Kirche klappt reibungslos, so Dezernentin Christine Busch. Bürgermeister Schäfer führte auch die gelungene Zusammenarbeit mit der Pfarrkirche St. Elisabeth beim Lichtermarkt ins Feld, hier sei die sehr gute Zusammenarbeit mit der Kirche in den Bereichen Kultur und Kunst hervorzuheben.

Der SPD Fraktionsvorsitzende Bernd Schäfer bemängelte den Personalabbau bei den Pastören und auch Marco Morton Pufke, Vorsitzender des CDU Stadtverbandes, mahnte, dass die Kirche an Personen erkennbar bleiben müsste. Als Pastor Thorsten Neudenberger vor 10 Jahren nach Bergkamen kam, war er einer von fünf Priestern, heute sind es nur noch drei und das obwohl die Fläche größer und die Gemeindemitglieder mehr geworden sind.

Dem Paderborner Erzbischof Hans Josef Becker und der katholischen Kirche ist diese Entwicklung nicht entgangen und sie reagieren auch darauf. In der Kirche der Zukunft müssen die Pfarrer lernen zu delegieren, so der Bischof. In den Kirchengemeinden findet sich soviel Potenzial an Menschen, die aktiv mit „anpacken“ möchten, das muss gefördert werden.
Der Pastor muss nicht zu jeder Versammlung gehen, so der Bischof. Pastoralen Raum muss man nicht an dem Gesicht des Pfarrers festmachen, dieser findet sich auch ohne die Gegenwart eines Pastors. Natürlich ist das ganze eine Herausforderung und es wird für die Kirche der Zukunft wichtig und entscheidend sein die Balance zu schaffen zwischen schlanker werden und gleichzeitig traditionelle Dinge zu erhalten.
Wichtig ist, so Christine Busch, dass die Identität der Gemeinden bei diesem Prozeß nicht auf der Strecke bleibt.

Autor:

Eberhard Kamm aus Kamen

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