Studenten errichteten Ihren eigenen Hörsaal auf dem Dr. Ruer Platz
Praxisübung Humanitäre Hilfe stand klar im Zeichen der Mangelernährung von Kindern im Krisenfall.

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Während sich die Bochumer Innenstadt mit Einkaufsfreudigen Besuchern füllte, bauten auf dem Dr. Ruer Platz die Studenten der Ruhr Uni Bochum, der Fachhochschule Münster und der Universität Münster eine Zeltstadt auf. Diese Praxisübung, in der die Studenten Ihren Hörsaal selber aufbauen mussten gehört zu einer praktischen Übung zum Themengebiet Humanitäre Hilfe. Erst wurden die Zelte selber aufgebaut in deren, im Anschluss daran die Workshops stattfanden.

Beim Zeltaufbau standen den Studenten erfahrene Helfer des Roten Kreuzes zur Seite. Die ehrenamtlichen Krisenhelfer der DRK Hilfszugabteilung gaben Ratschläge und Hilfestellungen. Aber das komplette Unwissen wie ein solches Zelt aufgebaut werden soll und die nasskalte Witterung ließen die Studenten an ihre Grenzen stoßen. Nach etwas über einer Stunde standen die Zelte und die Workshops konnten beginnen.

Ein Thema, wurde in diesem Jahr von Prof. Dr. J. Gardemann, dem Leiter des Kompetenzzentrums Humanitäre Hilfe an der FH Münster und erfahrenen DRK Krisenhelfer als Schwerpunkt gewählt. Es ist klar, dass Ihm als erfahrener Kinderarzt das Thema „Ernährung von Kindern in Krisengebieten“ besonders am Herzen liegt. Hierzu gab es in einem Workshop Informationen zur Mangelernährung in solchen Krisen. Ziel einer Humanitären Hilfe muss es also sein, die Hilfesuchenden mit ausreichender und angemessener Nahrung zu Versorgen. Bei langanhaltenden Krisen ist besonders wichtig, dass es zu einer behutsamen Wiederernährung nach diesen längeren Phasen des Hungers kommen muss, wusste Prof. Gardemann den interessierten Studenten zu berichten. Auch wenn man Ihm in den Pausen zuhörte, war jedem klar, in Ihm stecken so viele Erfahrungen, so viele Ideen und er steckt immer wieder die Studenten mit seiner Lebensidee zur weltweiten Humanitären Hilfe an. Er verkörpert wie kaum ein anderer die Grundsätze des DRK.

Simon Heußen, der Amtsleiter der Bochumer Feuerwehr referierte über die lokale Krisenintervention in Bochum und stellte den Krisennotruf der Stadt Bochum den Studenten vor.
In weiteren Workshops ging es um Freiwilligendienste und studentisches Engagement beim DRK. Auch Mitarbeiter der Initiative „Aktion Deutschland hilft“ waren vertreten und informierten über Standards in der internationalen humanitären Hilfe.

Aber auch ein Planspiel zum Aufbau einer Notunterkunft für Flüchtlinge in Form einer Zeltstadt durfte nicht fehlen und fand reges Interesse.

Die Studenten und Ihre Dozenten wurden mit Warmgetränken und einer warmen Mittagsverpflegung durch das DRK Bochum versorgt. Auch standen Helfer des DRK Kreisverbandes Rede und Antwort über Ihre Arbeit hier vor Ort. Aber auch einige Bürgerinnen und Bürger, die eigentlich zu einem Stadtbummel in die City gekommen waren, haben sich für die kleine Zeltstadt auf den Dr. Ruer Platz interessiert. Und so ging für die Studenten, nach Abbau der Zeltstadt ein anstrengender, aber sicherlich informativer Tag zu Ende.

Autor:

Wolfgang Schieren aus Bochum

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