Eine Zeitreise durch den Westpark und Stahlhausen

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Mit meinem ehemaligen Lehrlingskollegen der Fried. Krupp Hüttenwerke, Heinz Rittermeier Lehrjahr 1967, treffen wir uns zu einem Rundgang im Westpark. Wir haben uns seit 50 Jahren nicht mehr gesehen. Ich selbst war Lehrling ab 1. April 1966, im November gab es durch das Kurzschuljahr 66 noch ein weiteres Lehrjahr.

Wir kramen in unseren Erinnerungen, orientieren uns an den verbliebenen Gebäuden und dem Gelände und erzählen uns Geschichten aus der Zeit, als hier noch 17.000 Beschäftigte ihren Lebensunterhalt verdienten. Heinz ist auf der Bessemerstrasse aufgewachsen und kennt daher auch das Umfeld außerhalb des Betriebes.

Wir bieten diesen Rundgang  als eine Aktion der Seniorenbüros am 27. Juni 2019 von 14:00 - 16:00 ab Tor 5 an.
Die 20 Stadtteilspaziergängergruppen der Seniorenbüros starten von ca. 8-9 verschiedenen Startpunkten zu einer Sternenwanderung zum Westpark.
Ziel ist um 16:00 das Pumpenhaus hinter der Jahrhunderthalle. Dort gibt es Kaffee und Kuchen und diverse Getränke zum Vorzugspreis gesponsert von den Seniorenbüros.
Die Infos zu den diversen Startpunkten gibt es demnächst hier im Lokalkompass und in der lokalen Presse. Alle Bürgerinnen und Bürger die mitspazieren wollen, können sich ihren Startpunkt selbst wählen.
Die hier beschriebene kleine Wanderung und Führung als Zeitreise gibt es nur ab Tor 5 ab 14:00.

Hier vorab schon mal meine Fotos und nachfolgend der Text zu den Bildern von Heinz Rittermeier:

Rundgang Westpark
Auf dem Rundgang Westpark erkunden wir das Gelände des ehemaligen Werkes „Gußstahl“ des Bochumer Vereins, das durch die Silhouette der Hochöfen geprägt war und die angrenzenden Wohnbezirke der Stahlarbeiter Griesenbruch und Stahlhausen.
Unser Rundgang beginnt am Tor 5 des Bochumer Vereins an der Alleestraße. Von hier aus geht es auf dem ehemaligen Werksgelände zwischen Werksfeuerwehr und Colosseum zur Jahrhunderthalle. Über eine Treppe gelangen wir auf den oberen Teil des Geländes, der uns eine Übersicht über das ehemalige Hochofenwerk gewährt, dessen Areal wir entlang der ehemaligen Werksteile durchschreiten. Entlang der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, dem einzigen Betriebsteil des Werkes „Gußstahl“, der heute noch produziert, führt uns der Weg zum Jahrhunderthaus der IG Metall. Hier stand einst das Elektrostahlwerk 5.
Nun verlassen wir das Werksgelände und gehen im Griesenbruch über die Bessemerstraße in südlicher Richtung bis zur Klarastraße. Die Klarastraße führt zum Springerplatz, der nach dem antifaschistischen Bochumer Widerstandskämpfer Karl Springer benannt wurde. Der Springerplatz hieß bis 1947 Moltkeplatz und war vor 1933 das Zentrum der Bochumer Arbeiterbewegung und das Symbol für den erbitterten Kampf gegen den Nationalsozialismus. Der historische Ort wird heute durch das „Zentralmassiv Springerplatz“ wieder aufgewertet.
Über die Maxstraße gehen wir dann zur Baarestraße. Wir sehen das ehemalige preisgekrönte Gesundheitshaus des Bochumer Vereins und die in den 1980er Jahren erbaute kaufmännische Werksschule der Krupp Stahl AG (ehemals Bochumer Verein), die heute zur VHS gehört, sowie die in den 1990er Jahren erbaute Feuerwache der Berufsfeuerwehr Bochum. Auf der Baarestraße passieren wir das Q 1 (Quartier 1), die ehemalige evangelische Friedenskirche, die in ein multikulturelles Stadtteilzentrum mit Kindergarten umgewandelt wurde.
Wir befinden uns jetzt in Stahlhausen, dessen alte interessante Koloniehäuser unter Denkmalschutz stehen. Über die Jacob-Mayer-Straße gehen wir auf das ehemalige Tor 7 des Bochumer Vereins zu. Es war früher das Eingangstor zur Gesenkschmiede und zur großen Ausbildungswerkstatt für gewerbliche Lehrlinge.
Nun laufen wir in Richtung Kohlenstraße, vorbei an Tor 8 und der alten Verwaltung, in der 1949 der „Deutsche Katholikentag“ stattfand, und dem Anfang der 1960er Jahre erbauten Verwaltungshochhaus des Bochumer Vereins. Auf der Kohlenstraße führt unser Weg wieder nach Norden durch die denkmalgeschützte im Ruhrgebiet einzige erhaltene Kolonie Mühlheimer Typs und über die Wattenscheider und die Gahlensche Straße an der ehemaligen Verladestelle für Schlacke wieder auf das Werksgelände „Gußstahl“, das heute Westpark heißt.
In der Gastronomie im ehemaligen Pumpenhaus findet unser Rundgang seinen Ausklang.

Hier gibt es noch weitere Informationen von Heinz Rittermeier

Wo heute der Westpark ist

Springerplatz

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