Der Dieb

Es klopfte einst, in dunkler Nacht
wir traten an die Tür
dort gab es Wind, doch niemand da
ein sinnloses Gespür.
Es schlich hinein, ganz unbemerkt
und richtete sich ein
wir sahens jetzt,
ganz rosarot, Brunhilde
unser Schwein.
Sie ging aufs Klo,
wir staunten knapp
und warteten erbost, es trat hinaus, mit Frottee fein,
und gab es in den Sack.
Die Küche war sein nächstes Ziel
wir sperrten ihm den Weg,
es wurde grob, und zupfte uns
was war das für ein Spiel?
Messer scharf und Gabel fein
Dies alles griff es auf
und recht manierlich legte es,
die Gaben auch hinein.
Der Sack war voll, wir warens leid
Und fragten formell an:
„Was dieses soll, wohin es führt“
es lebe doch im Stall.
Sie grunzte schlapp
und schlurfte laut, bevor sie sich besann
dann sprach das Tier, man glaubt es kaum:
die Kuh von nebenan
sie lehne ab, was richtig war
des Doktors grüne Pillen
in dieser Nacht
ganz ohne Scham
würden sie festlich grillen.

Autor:

Alexandra Huß aus Bochum

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