"kopflose" Denkmalpflege

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„kopflose kunstvolle“ Denkmalpflege

Ich habe mal geschaut , was überhaupt hinter dem Wort „ Denkmalpflege“ steht.
Natürlich habe ich das Internet dazu befragt und folgenden Satz gefunden:

… ein lebendiges Bild der Baukunst und Lebensweise vergangener Zeiten zu erhalten.

Darüber musste ich erst mal nachdenken und recherchieren. Tatsächlich habe ich auch einen Artikel gefunden über dieses Denkmal ...von 2010, der den jetzigen Zustand beschreibt. Also schon seit über 7 Jahren wird dort am Kriegerdenkmal in Bochum-Langendreer die Denkmalpflege „vergessen“ ?
Oder hat es doch was mit Kunst zu tun? Schließlich wird die eigene Fantasie durch den „kopflosen“ Soldaten angeregt. Es ist dadurch kein starres unbewegliches Denkmal . Sondern wird im eigenen Kopf richtig „lebendig“.
Ein Soldat, der im Krieg seinen Kopf verloren hat …
Jeder, der eine ausgeprägte Fantasie besitzt , kann sogar das Blut spritzen sehen.
Aber da frage ich mich , ab wann wird Kunst, auch wenn sie nur geduldet ist …Pietätslos?

Dieser Stein- Soldat hat nicht im Krieg seinen Kopf verloren, sondern in Friedenszeiten. Das Denkmal wurde geschändet, als schon längst der Krieg vorbei war. Es ist für mich kein Bild der Baukunst und Lebensweise vergangener Zeiten , sondern ein Bild von der „kopflosen“ Gegenwart.

Ich habe mich letztes Jahr mit folgendem Brief an die Denkmalbehörde gewendet. Dort kam eine freundliche Antwort zurück, dass die nicht dafür zuständig sind. :
Guten Tag,
Es geht um das Kriegsdenkmal ( Unterstr. in Langendreer) :
Ich liebe bestimmte Kunst. Und man könnte meinen, dass es was mit Kunst
zu tun hat. Ein Soldat , der im Krieg seinen Kopf verloren hat....
Aber ich gehe mal von aus, dass es so nicht gemeint ist. Ich habe eins
im Leben gelernt, wenn man was hat, dann sollte man es auch pflegen. Ich
bin kein Typ, der im Keller alles abstellt und dort jahrelang
verwarlosen lässt. Und so sehe ich das auch mit Denkmälern in unserer
Stadt. Die Ernsthaftigkeit, die dahinter steckt geht mit dem "kopflosen
" Soldaten verloren und wird zu einem Witz. Da es wohl nicht zum ersten
Mal passiert ist, dass der Kopf entwendet wurde, würde ich eine
Umgestaltung des Denkmals plädieren oder es wird ein neuer Kopf so
befestigt, dass er nicht mehr entwendet werden kann. Mit Sirene oder so.
Aber den Soldaten jahrelang ohne Kopf zu lassen finde ich sehr extrem.
Wäre schön, wenn Sie mir kurz eine Nachricht zumailen, ob meine Mail nun
was gebracht hat oder nicht. Oder ob ich die Mail an anderer Stelle
schicken muss, damit der Anblick vom "kopflosen" Soldaten endlich aufhört. Falls es einen Hintergrund hat wie z.B. :
"Bochum stellt "kopflos" irgendwelche Denkmäler auf....so wäre es schön, wenn Sie mich darüber aufklären :)

Autor:

Ruth Schindel aus Bochum

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