Pathologisch

Viele gut meinende Psychotherapeuten erklären viele Dinge in unserer Welt für leider pathologisch, aber eigentlich weiß ich nicht, was in unserer Welt NICHT pathologisch ist.
Wir leben in einer pathologischen Welt, die durch den Wahnsinn der stetigen Wachstumsgier der Reichen und Einflussreichen, die den Weltmarkt, das Militär mithilfe einer perfiden Manipulationsinformatik die Bevölkerung immer mehr verblödet, unterdrückt und abhängig gemacht hat und durch eine zwangsmäßige Integration in ein System der Ausbeutung mehr und mehr von sich selbst und den ureigensten Wünschen und Bedürfnissen entfremdet hat.
Kaum jemand in der Lage, sich davon abzukoppeln, auch wenn er auf Fernsehen, Radio, Handy verzichtet, denn das unnatürliche unmenschliche System holt ihn an jeder Ecke ein, und sei es von Menschen, die sich diesem verpflichtet fühlen, gedankenlos hinterherlaufen und ihre Vergiftung weiterleiten.
Esoterische Gegenströme und ökologische Projekte sind natürlich besser als nichts, werden aber wahrscheinlich genauso vom System aufgesaugt wie die damaligen Bestrebungen der 68er Bewegungen, da der Markt versteht, alles und jedes zum weiteren Profit zu funktionalisieren und korrupte Politiker, nach langem Aufstiegskampf endlich die Spitze erreicht, dem nichts wirklich entgegensetzen, um die eigene Macht nicht zu gefährden.
Ja, es gibt kaum ein richtiges Leben im Falschen, und dass dieses Leben, betrachtet man es auch global, mehr als falsch ist, wissen viele Menschen, wollen im Grunde keine Kriegseinsätze, keinen weiteren Ausbau der Rüstungsindustrie, keine Umweltvernichtung. Sie wollen auch nicht das weltweite Elend vieler Menschen. Eigentlich wünschten sie eine friedliche Welt, ein Miteinander mit dem anderen, wenn sie ihre Ängste vor dem Fremden abgebaut hätten, doch das pathologische System erzwingt immer wieder ein pathologisches Denken, Fühlen und Handeln, zwingt, gegen jede Form von Empathie zu handeln, zwingt in narzisstische Konkurrenz und Rivalität, zwingt mit medialer Gehirnwäsche eine Identität anzunehmen, die nur der Vermehrung des Profits und der Macht einiger Weniger dient.
Es ist genauso als wenn Menschen in einem Käfig an die Nahrungsquellen zwangsweise angeschlossen wären, die manchmal Gift, manchmal scheinbares Futter und manchmal auch gar nichts ausstoßen würden, nur – entfernen könnten sie sich davon nicht.
Eine pathologische Welt.

Autor:

Ingrid Dressel aus Bochum

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