Static – mit Elad Magdasi (Front Left Records, Reclaim Your City, Anagram / Tel Aviv, Berlin), Børk (Static) & Tiegl (Static)

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Zwischen Industrie, Dystopie und dem guten Leben – Junger Undergroundheld Elad Magdasi flutet die Rotunde mit zeitgemäßem Techno

Techno in seiner qualitativen und groovigen Spielart bringt das Bochumer Musik-Kollektiv STATIC jeden dritten Samstag in die Bochumer Rotunde. Am 15. Juli ist mit Elad Magdasi aus Tel Aviv einer der begehrtesten Jungstars des Underground-Technos ab 23 Uhr zu Gast im ehemaligen Bahnhof am Bermuda3Eck. Elad Magdasi wird als Produzent und DJ für seine Vielseitigkeit zwischen fordernden Rhythmen, emotionalen Melodien, Rave-Atmosphäre und sensiblem Spiel mit industrieller Geschichte und ihren Orten international geschätzt.

Sein Label Front Left Records versammelt Ausnahmekünstler wie Blind Observatory und Hector Oaks. In den legendären Berliner Clubs Tresor und about:blank sorgt Magdasi mit seinen DJ-Sets für wilde Nächte. Die YouTube-Musikclips des jungen Israeli erreichen über 100.000 Clicks und spiegeln seine Klangästhetik wieder: Industriestädte und Sounds aus Detroit und der frühen Acid-Bewegung, das Maschinelle und Dunkle von hochtechnisierter Gesellschaft steht neben der Verwurzlung von Clubmusik in Afrika, ausgesprochen schönen, eleganten Synthesizer-Flächen und hell-musikalischen Glücksmomenten. Fast schon programmatisch zeigen sich in dem Kontext Songtitel wie „Good Life“ und „No Ego“. Damit passt Elad Magdasi perfekt in die Bochumer Rotunde und zur Static-Partyreihe. Und spätestens wenn Elad Magdasi seinen Smasher „Hell Strike“, der mit seinen klar-kickenden Drums, funky Hi-Hats und dem markanten Rave-Signal auf den Plattenteller legt, dürften die Raver die Rotunde in kollektiver Euphorie fluten.

Static - regelmäßige Tanzveranstaltung im ehemaligen Bochumer Bahnhof

Monatlich sind internationale Künstler in der seit Juni 2017 sanierten und neueröffneten Rotunde zu erleben sein. Künstler, deren Techno-Sound druckvolle Klänge mit grooviger Stimmung aus anderen Musikgenres kombiniert. So folgen zum Beispiel ein Besuch des Pariser Technovirtuosen AWB und des englischen Produzenten und Techno-DJs Mark Henning (Soma, Freude am Tanzen, Hypercolour, Poker Flat). "Zusammen mit unseren Gästen, egal ob hinter den Plattenspielern oder auf der Tanzfläche, im Sound innezuhalten, zu entschleunigen und den Moment zu spüren, das ist für uns Static“.

Static-Historie - lokale Bochumer Geschichte trifft internationale Subkultur

Die Reihe Static wurde vor drei Jahren von drei Bochumern gegründet, um den seinerzeit eher wenig in den Clubs präsenten Underground-Techno zu fördern. Die Tanzveranstaltung wurde zu einer der renommierten im Ruhrgebiet und zog regelmäßig bis zu 600 Clubber nach Bochum. Techno ist bereits seit längerer Zeit die beliebteste Musikrichtung in den Clubs und zugleich ein kulturelles Thema, das Einzug bei ARTE, den hiesigen Kunstfestivals und einem interessierten Publikum zwischen 18 und 60 Jahren gehalten hat. Die kulturellen Akteure hinter Static, Mink Joester, Lukas Ginster, Fee Sternkopf, möchten mit Static die regionale Verbindung ihres Sounds mit Bochum betonen. "Das Ruhrgebiet ist unsere gemeinsame Heimat. Wir drei kommen aus Bochum, leben hier und wollen unsere Herkunft und die Geschichte des Potts mitschwingen lassen", unterstreicht Fee Sternkopf, Raumdesignerin und Sprecherin in der Organisation der Clubnacht. So erinnern originale technische Zeichnungen des Bochumer Vereins aus der lokalen Bergbaugeschichte der 50er Jahre an Wänden und auf Flyern an Menschen, Maschinen und Mentalitäten, die irgendwann aussortiert worden sind.. "Zum alten Eisen geworfene Industrielampe wurden für die Bochumer Clubkultur neu programmiert", wirft Static-Resident-DJ Lukas Ginster ein. Mink Joester, DJ bei Static, Filmer und Sounddesigner, ergänzt: "Die besondere Atmosphäre des ehemaligen Hauptbahnhofs passt als Zeitzeuge hervorragend zu dem, was wir in der Clubnacht präsentieren: urbaner, zeitgemäßer Techno mit einem Rhythmus, der den Pulsschlag der Geschichte schlägt“.

Autor:

Anja Schröder aus Bochum

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