Vor 29 Jahren...
1.Tag des TRABBI in Bochum am 9.November 1990

Hallo Trabant, warum hast Du so eine große Klappe? Damit Du meinen VW-Polo-Lizenzmotor sehen kannst... Dies ist ein Trabant Tramp mit 1.1 Motor. Dazu Käfig und Sportsitze. Statt Schwerter zu Pflugscharen vom konstruktiven Militär-Kübel zum Freizeit-mobil mutiert! TPD-Foto:Volker Dau
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  • Hallo Trabant, warum hast Du so eine große Klappe? Damit Du meinen VW-Polo-Lizenzmotor sehen kannst... Dies ist ein Trabant Tramp mit 1.1 Motor. Dazu Käfig und Sportsitze. Statt Schwerter zu Pflugscharen vom konstruktiven Militär-Kübel zum Freizeit-mobil mutiert! TPD-Foto:Volker Dau
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Vor 29 Jahren fand in Bochum der 1.Tag des TRABBI statt.

Zusammen mit meinem Freund, Mitarbeiter und Trabant-Fahrer-Kollegen Volker Statzner organisierte ich das 1. Trabant-Treffen in NRW. -- Dazu hatte ich "werbewirksam" den ersten Jahrestag des Mauerfalls ausgesucht!

Wir hatten ab mittags 14 Uhr den Parkplatz des Media-Marktes an der Hofsteder Straße zu unserer Verfügung!

Mein altes Mercedes 407-Wohnmobild diente als Veranstaltungsbüro. Meine liebe Ehefrau Gisela kam hinzu und versorgte uns mit Heiß-Getränken.

Es kamen etwa 50-60 Trabant und Wartburg.

Die Zuschauer die meiner Einladung in den Medien gefolgt waren schauten begeistert diese Ostalgie pur auf vier Rädern an.

Ein für "West-Augen" besonders bemerkenswertes Stück war der NVA-grüne Trabant Kübel (-wagen) des Wuppertalers Ulli Danz.
Er präsentierte stolz seine Neuerwerbung. Ulli hat dieses Auto noch Heute und bereitet ihn gerade vor für das H-Kennzeichen.

Ulli machte später in Kooperation mit meinem TRABBI-Klub NRW die Zeitschrift "Du und Dein Trabant".

Dort gab es Rat und Hilfe, Reparatur-Tipps, Gesetzesauszüge z.B. aus dem Einigungsvertrag die bei der Zulassung halfen, Veranstaltungsankündigungen und Nachberichte und vieles mehr.

Als wir damals unsere Autos präsentierten glaubte wohl Niemand mehr das es in fünf Jahren noch Trabanten auf unseren Straßen geben würde.

Doch nicht nur "Ulli" auch die damaligen Klub-Kameraden K.H.Weismann, Velbert und Meinhard Gutbier, Unna besitzen noch bis heute ihre "Pappen".

Damals sagte ein Gelsenkirchener Kollege, Addi Obst: "Autos aus Pappe brauchen Fahrer aus Stahl"...

Das war unsere Parole und wir haben versucht "tapfer" unsere Vehikel weiter der Nachwelt zu erhalten!

Natürlich war das eher lustig gemeint, denn unter der Verkleidung aus Baumwolle und Phenolharz ist natürlich ein Metall-Gerippe!

Leider wechselten auch ein paar Kollegen mit dem Job den Auto-Typ und auch ihr Umfeld!

Da waren "alte Trabant-Freunde" plötzlich nicht mehr interessant! Eigentlich schade.

Doch die Mehrheit hielt durch wenn es Geldbörse, Platz und altersbedingte Gesundheit zugelassen haben.

Die einst so kritisch gesehene "Auspuff-Fahne" die oft nur durch Fehlbedienung des Chokes zur Gemischanreicherung bei Kaltstart entstand und/oder minderwertigen "DDR-Sprit" oder zuviel und falsches Öl im Gemisch ist heute fast verschwunden.

Dank perfekt eingestellter Motoren, frischer Kerzen und Luftfilter , Spezialölen muss das "Trabbilein" nicht mehr qualmen. Ist ja auch fürs Auto(chen) ungesund, führt zu Ölkohle im Motor und Auspuff.

Leider habe ich von der Live-Sendung von Radio-NRW/Radio Bochum von der Veranstaltung mit der Moderatorin Angelika Nehm keine Audio-Datei mehr.

Auch Fotos z.Zt. nicht greifbar, schlummern noch irgendwo in Papier-Form.

Deshalb ein paar Bilder von durch mich erhaltene Autos. Alle Fotos: TPD-Foto:Volker Dau

Dank an die alten "Trabant-Kameraden" für die teils fast 30 jährige Freundschaft.
Ich grüße alle mit Zweitaktgruß
Euer Volker Dau

und wünsche allzeit für Mensch und Auto einen kräftigen Zündfunken und eine gute Schmierung.

P.S.: Freue mich über Wortmeldungen auch mir vielleicht noch unbekannter Trabant-Fahrer oder von anderen Ost-Fahrzeugen wie Barkas, Wartburg, Simson, MZ, Robur, IFA und natürlich der 101 Mal gebaute Melkus-Sportwagen aus Dresden mit getuntem 3 Zyl. Wartburg-Motor. Nr.2 steht bei Michael Bluhm in Mülheim/Ruhr!
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Wer auf die Idee kommt sich so ein "Ost-Mobil" zuzulegen dem sei gesagt, noch bezahlbar und die Ersatzteilversorgung oft besser wie vor 30 Jahren. Quellennachweis auf Wunsch bei mir.

Autor:

Volker Dau aus Bochum

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