Auf das Schaf gekommen
Bochumer AWO-KiTa hält bis zu den Ferien Schafe

Mia, Ben und Mira der AWO-KiTa Am Schamberge sind angetan von den Schafen aus der Zucht von Anja und Martin Maszull.
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  • Mia, Ben und Mira der AWO-KiTa Am Schamberge sind angetan von den Schafen aus der Zucht von Anja und Martin Maszull.
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Schafe sind toll und die Kinder der Bochumer AWO-KiTa lernen auch noch etwas dabei. Das wird auch von den Besitzern unterstützt. So sind nun bis zu den KiTa-Ferien Schafe auf dem Gelände Am Schamberge in Linden.

Die Kinder in der AWO KiTa in Linden sind es gewohnt gewesen, dass es Tiere bei ihnen gibt. Zuerst waren Hühner dort, die jedoch aufgrund von einem Nagetierbefall wieder abgegeben werden mussten. „Für unsere Kinder ist es schön, wenn sie mit Tieren aufwachsen“, sagt KiTa-Leiterin Heike Blotenberg.
Nun stand man vor einer Herausforderung, neue Tiere zu bekommen, bei denen die Kinder auch etwas lernen. So kam man auf die Idee, Schafe anzuschaffen. Blotenberg schrieb daher eine E-Mail an den Schafzüchter Martin Maszull, in dem sie ihre Idee vorstellte. In ihrer E-Mail hatte Blotenberg geschildert, was sie sich vorstellen könne und wie das Gelände für die Schafe aussieht. So sollen die Kinder nicht nur etwas über Schafe lernen, sondern auch an praktischen Beispielen erfahren, was man mit der Wolle machen kann und wie diese verarbeitet wird.

„Dafür haben wir uns Wolle in verschiedenen Naturfarben kommen lassen. Die Helle wollen wir einfärben“, erklärt Blotenberg das Vorhaben. Außerdem wollen die Mitarbeiter der KiTa auch Wolle herstellen, aus der beispielsweise Pullover entstehen können. Dafür werde extra eine Spindel angeschafft und den Kindern dann gezeigt, wie ein Wollfaden entsteht.

Shropshire-Schafe haben ein ausgeglichenes Wesen

„Unsere Shropshire-Schafe zeichnen sich durch ein liebes Wesen aus und sind alles andere als dumm“, so Maszull weiter. Seine Frau Anja ergänzt: „Wir haben die Schafe dafür extra ausgesucht. Sie erkennen, ob sie ein Kind vor sich haben, oder einen Erwachsenen und können das sehr gut unterscheiden.“ Die beiden Böcke Wolli und Oskar sind nicht aggressiv untereinander oder gegen den Menschen. Im Gegenteil: Sie gehen auf die Menschen zu, besonders, wenn diese noch etwas zu Fressen dabei haben.

„Die Schafe sind auch zwischen Obstbäumen und Weinbergen zu finden, da sie nichts kaputt machen. Außerdem haben sie noch einen guten Nebeneffekt, in dem sie mit ihrem Kot auch die Bäume und Pflanzen düngen. So tun sie auch etwas für die Umwelt“, erklärt der Schafzüchter weiter.

Seine Schafe liefern entsprechend nicht nur Wolle und sind gut für die Zucht, sondern sie liefern auch Fleisch. Doch das wurde den Kindern nicht gesagt, die einem Schaf sogar einen Namen geben konnten. „Den Kleinen hatten wir Oskar genannt. Er ist ein Drillingsschaf und wir mussten bei ihm etwas dazu füttern“, erklärt Anja Maszull.

Kinder haben den Namen ausgesucht

Oskar ist daher wesentlich kleiner, als sein Bruder, der nach dem Aufenthalt in der KiTa in der Zucht eingesetzt werden soll. „Bei dem Größeren der beiden Böcke konnten sich die Kinder einen Namen aussuchen“, sagt Blotenberg. Jede Gruppe hatte einen Namensvorschlag eingereicht. „Damit das nicht unfair wurde, haben wir den Namen dann ausgelost“, erzählt die KiTa-Leiterin.

Nun heißt Oskars großer Bruder „Wolli“. Geht es nach den Kindern und den KiTa-Mitarbeitern, dann würden die Schafe auch nach den Ferien noch Am Schamberge auf der Wiese stehen. „Die Schafe sind toll“, da sind sich die Mitarbeiter und Kinder einig.

Mia, Ben und Mira der AWO-KiTa Am Schamberge sind angetan von den Schafen aus der Zucht von Anja und Martin Maszull.
Wenn es etwas zufressen gibt, dann sind die Schafe immer am Tor.
Autor:

Jenny Musall aus Bochum

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