Bochum: Damit die kalte Jahreszeit nicht zur tödlichen Gefahr wird, helfen Stadt und viele Partner
Anlaufstellen für Obdachlose im Winter

Im letzten Herbst wurde das neue Fliednerhaus am Stadion eröffnet.
  • Im letzten Herbst wurde das neue Fliednerhaus am Stadion eröffnet.
  • Foto: Stadt Bochum
  • hochgeladen von Petra Vesper

In Bochum gibt es zahlreiche Hilfestellen für obdachlose und wohnungslose Menschen. Doch es gibt unter ihnen einige, die aus diversen Gründen lieber unter freiem Himmel übernachten, als in eine feste Unterkunft zu gehen.
Was in der warmen Jahreszeit kein Problem ist, wird bei Frost leicht zur tödlichen Gefahr. Scham, Unwissenheit, Angst vor Behörden, Alkohol- und Drogensucht oder psychische Probleme sind oftmals Gründe, warum sie die Angebote der Wohnungslosenhilfe nicht annehmen.
Wer als Passant den Eindruck hat, dass Menschen sich durch den Aufenthalt im Freien selbst gefährden, sollte eine der folgenden Stellen informieren: Stadt Bochum, Obdachlosen- und Nichtsesshaftenhilfe, Diekampstraße 26, (montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr erreichbar unter Tel.: 9101746); Beratung für Obdachlose und Nichtsesshafte, Zentrale Fachstelle für Wohnungsnotfälle (Männer), Westring 28, (Tel.: 9647116), und Fachstelle für Frauen, Hans-Böckler-Straße 28, Tel.: 6406066. Im Notfall sollten Polizei oder Feuerwehr alarmiert werden.
In Bochum wird niemand, der um einen Übernachtungsplatz bittet, abgewiesen. „Die Stadt Bochum verfügt in enger Kooperation mit Trägern der Wohnungslosenhilfe über ein engmaschiges und umfangreiches Angebot für Obdachlose und für Menschen, denen Wohnungslosigkeit droht. Mit niedrigschwelligen Angeboten werden auch diejenigen erreicht, die am Rande der Gesellschaft stehen. Wir lassen niemanden allein“, so Sozialdezernentin Britta Anger. So bietet zum Beispiel das neu gebaute Fliednerhaus, Am Stadion 7, neben bis zu 60 Übernachtungsplätzen auch eine Suppenküche und medizinische Grundversorgung – alles an einem Ort.
Derzeit sind in Bochum rund 260 Menschen sowohl in stationären Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe als auch in städtischen Notunterkünften untergebracht. Dort besteht die Möglichkeit zur Körper- und Wäschepflege. In den Tagesaufenthalten der Bahnhofsmission, der Bochumer Suppenküche e.V., der Inneren Mission e.V. und anderer Träger, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind, werden bei Bedarf warme Mahlzeiten und warme Getränke angeboten.

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