Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde in Bochum
Auch Lokalpolitik muss das hohe Gut der Glaubensfreiheit verteidigen

Die neue Synagoge am Erich-Mendel-Platz 1. Bochum ist heute Sitz der jüdischen Einheitsgemeinde Bochum-Herne-Hattingen. Foto: Stadt Bochum
  • Die neue Synagoge am Erich-Mendel-Platz 1. Bochum ist heute Sitz der jüdischen Einheitsgemeinde Bochum-Herne-Hattingen. Foto: Stadt Bochum
  • hochgeladen von Ulli Engelbrecht (StadtEcho)

Der antisemitische Terroranschlag in Halle, der zum Ziel hatte, Menschen jüdischen Glaubens zu töten, hat uns erschreckt, bestürzt und betroffen gemacht. Für unsere Wählergemeinschaft UWG: Freie Bürger gilt ohne Wenn und Aber, dass wir die Jüdinnen und Juden, die in Bochum ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben, als Bürgerinnen und Bürger respektieren und als Freunde und Nachbarn achten. Wir wollen auch, dass die jüdische Gemeinde in aller Offenheit und in Sicherheit und Frieden ihren Glauben leben kann und setzen uns dafür ein, dass diese Sicherheit jederzeit gewährleistet wird. Wir wollen wachsam bleiben, stellen uns gegen jegliche diskriminierende, menschenverachtende oder rassistische Ansicht und lehnen antisemitisches Denken, Reden und Handeln entschieden ab.

In unserer politischen Arbeit vor Ort in Bochum und Wattenscheid sorgen wir gemeinsam mit allen demokratischen Kräften dafür, dass weder die Diskurs-Strukturen auseinanderbrechen, noch dass eine gesellschaftliche Spaltung vorangetrieben wird. Unsere Demokratie garantiert die Unverletzlichkeit der Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses, so der Artikel 4 des Grundgesetzes. Dieses hohe Gut der Freiheit nach innen und außen zu vertreten und zu verteidigen, ist ein wesentlicher Aspekt, der unser Denken und Handeln bestimmt, um das solidarische Miteinander zwischen allen Menschen in unserer Stadt zu festigen, zu fördern und vor allem: zu leben.

Unser Mitgefühl gilt den Familien der zwei Opfern in Halle, die von dem Täter zufällig, willkürlich und sinnlos ermordet wurden.

Autor:

Ulli Engelbrecht (StadtEcho) aus Bochum

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