Im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales
Aufstellen von Boxen für Organspendeausweise beschlossen

So sieht sie aus, die Box für Organspenderausweise, die die Stadt Essen an vielen öffentlichen Stellen angebracht hat. Foto: Moritz Leick, Stadt Essen.
  • So sieht sie aus, die Box für Organspenderausweise, die die Stadt Essen an vielen öffentlichen Stellen angebracht hat. Foto: Moritz Leick, Stadt Essen.
  • hochgeladen von Ulli Engelbrecht (StadtEcho)

Der Antrag der UWG: Freie Bürger-Ratsfraktion im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales, in Verwaltungsgebäuden Boxen für Organspendeausweise aufzustellen, wurde einstimmig beschlossen.

Bereits seit einigen Monaten bietet die Stadt Essen im Rathaus und in anderen öffentlichen Einrichtungen den Bürgern Boxen für Organspenderausweise an, die die Bürger*innen quasi im Vorbeigehen mitnehmen können, hat Hans-Josef Winkler, sozialpolitischer Sprecher der UWG: Freie Bürger, recherchiert. „Die insgesamt 25 Boxen stehen im Rathaus, den Bürgerämtern, den Jobcentern, dem Amt für Soziales und Wohnen, dem Straßenverkehrs-, Gesundheits- und Jugendamt, der Ausländerbehörde, der Volkshochschule und der Stadtbibliothek.“

Damit die Boxen für Organspendeausweise auch in Bochum aufgestellt werden können, hat die UWG: Freie Bürger-Ratsfraktion einen Antrag im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales gestellt. Im Haushalt 2020/ 2021 sollen Mittel für dieses Projekt bereitgestellt werden, der Antrag wurde einstimmig beschlossen. „ Ich freue mich über die Einstimmigkeit die die Wichtigkeit des Anliegens unterstreicht. Hier kann durch einen verhältnismäßig geringen finanziellen Aufwand viel bewegt werden", sagt Hans-Josef Winkler.

Transplantationen sind für Schwerkranke oft die letzte Chance. In Deutschland mangelt es an Spenderorganen. Jeden Tag sterben drei Menschen in Deutschland, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan erhalten. Winkler: „Die Bereitschaft, nach dem Tod Organe zu spenden, ist in Deutschland besonders niedrig. Einige Kommunen werden deshalb aktiv und unterstützen die ständigen Aufrufe der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) ganz pragmatisch.“ Das Scheckkartenformat der angebotenen Ausweise soll deutlich haltbarer sein als die Variante aus Papier. Ferner ist der Ausweis der Stiftung „Über Leben“ als erster mit Braille-Schrift versehen, so dass ihn auch Sehbehinderte gut von anderen Karten unterscheiden könnten.

Autor:

Ulli Engelbrecht (StadtEcho) aus Bochum

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