Bochum als National Health Center - Axel Schäfer leistete bei seinem 17. Betriebspraktikum Dienst im Krankenhaus

Unfallopfer Klaus Peter Born bei der täglichen Pflege im Bergmannsheil.
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  • Unfallopfer Klaus Peter Born bei der täglichen Pflege im Bergmannsheil.
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Wie funktioniert die Materialwirtschaft auf einer Pflegestation? Wie werden Verbände gewechselt? Was geschieht im OP? Worauf kommt es bei der Visite an und wo liegen die Probleme der hiesigen Krankenhäuser?

Antworten auf diese Fragen bekam der Bochumer SPD-Politiker Axel Schäfer bei seinem diesjährigen Betriebspraktikum, das ihn an fünf Tagen in fünf Bochumer Krankenhäuser führte: Helios-Kliniken Linden, Martin-Luther-Krankenhaus in Wattenscheid, die Universitätskliniken Bergmannsheil und St. Josefs-Hospital und zum Abschluss das Knappschaftskrankenhaus in Langendreer. Bereits zum 17. Mal zog es den Abgeordneten aus dem Plenarssal in die „normale Arbeitwelt“ und war zum wiederholten Male „mittendrin, statt nur dabei“.
Anzug und Krawatte hatte der Berufspolitiker während der Woche mit der angemessenen Dienstkleidung getauscht: weiße Hose, weißes Polohemd und Namensschild. Dienstantritt morgens um 8 Uhr – und dann ging es zunächst in den OP-Bereich. „Ich habe von einer achtstündigen Bauch-OP über einen wenige Minuten dauernden Eingriff am Auge bis hin zu minimalinvasiven Operationen alles miterleben dürfen“, war Axel Schäfer beeindruckt von der Präzision und modernster Technik in den OP-Sälen.
Essensausgabe, Pflegedienst und Visite standen an den Nachmittagen an – und die Konfrontation mit persönlichen Schicksalsschlägen. Wie bei Klaus Peter Born: Bei einem Trip zum Rollertreffen ins ostfriesische Esens wurden er und seine Frau Angelika von einem Auto erfasst. Born trug schwerste Verletzungen davon, lag vier Tage im Koma, seine Frau erlitt leichtere Verletzungen. Auf eigenen Wunsch ließ sich das Wittener Ehepaar nahe an ihren Wohnort ins Bergmannsheil verlegen.
„Nur ein Beispiel dafür, dass ich viele Dinge des Alltags mitbekommen habe“, so Schäfer, der sich gleichzeitig über die Offenheit freute, mit der ihm die Menschen begegneten und auch deutlich ihre Meinung zu politischen Themen äußerten. Abgerundet von lebhaften Diskussionen mit den Geschäftsführern der fünf Krankenhäuser. So fügte sich ein Bild von der alltäglichen Arbeit und der Situation der Krankenhäuser zusammen, das den Blick für die Probleme schärfte. „Ich bekomme bei einem einwöchigen Praktikum ganz andere Eindrücke, als bei einem zweistündigen Betriebsbesuch. Und betonte gleichzeitig: „Der Gesundheitssektor ist in Bochum ein herausragender Bereich. Mein Traum wäre, Bochum als National Health Center“.

Hintergrund

Es ist zwar immer noch eine Ausnahme, aber es findet mittlerweile im Parlament Nachahmer: die alljährliche Mitarbeit von Politikern in "ganz normalen" Berufen. Axel Schäfer ist seit 17 Jahren Parlamenarier und absolviert seitdem einmal im Jahr eine Woche lang ein Praktikum in unterschiedlichen Berufszweigen. Bislang hat er Einblicke in folgende Berufszweige bekommen:
1994: Altenpflege
1995: Bergbau
1996: Stahlwerke
1997: Polizei
1998: ÖPNV
2002: Schulen
2003: Opel
2004: Einzelhandel
2005: Gartenbau
2006: Umwelt-Service
2007: Tierpark
2008: Migrationshilfe
2009: Landwirtschaft
2010: Sozialbetreuung
2011: Energieversorgung
2012: Behindertenwerkstatt
2013: Krankenhäuser

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Autor:

Andrea Schröder aus Bochum

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