Ölpest
BürgerReportermeinung: Auch im Roten Meer droht Ölpest wie vor Mauritius

Kampf gegen die Ölpest in Mauritius
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  • Foto: Stern vom 09.08.20
  • hochgeladen von Ulrich Achenbach

Wie die Medien berichteten, hat auslaufendes Öl  eines auf Grund gelaufenen Öltankers große Küstenbereiche der Insel Mauritius erreicht und die Strände verseucht. Der Frachter "Wakashio" einer japanischen Firma, der unter panamaischer Flagge fährt, war am 25. Juli mit rund 4.000 Tonnen Treibstoff vor der Südostküste des Inselstaats havariert.

Der im Indischen Ozean gelegene Inselstaat Mauritius hat wegen eines auf Grund gelaufenen Öltankers vor seiner Küste den Umweltnotstand ausgerufen. 
 
Aber nicht nur vor Mauritius ist es zu einer neuen Ölpest gekommen. Eine ähnliche Gefahr lauert im Roten Meer vor der Küste Jemens.

Seit Kriegsbeginn im Jemen wurde der Tanker "Safer", der vor dem Hafen des Ölterminals Ras Isa liegt, nicht mehr gewartet. Deshalb rostet das Schiff, die Korrosion ist aufgrund des Salzes und der Hitze erheblich. Die Gefahr ist seit Jahren bekannt. Jetzt kommt die Bergung erneut ins Stocken. Ein Grund ist der drastische Ölpreis-Zerfall. So ist es wahrscheinlich, dass die Einnahmen aus dem gebunkerten Öl nicht einmal reichen würden, um die notwendigen Arbeiten zum Entleeren des Schiffes zu bezahlen.

Unabhängig von aktuellen Tankerunglücken lauert eine "Ölpestzeitbombe" in allen Weltmeeren, z.B. dem Atlantik. Durch frühere internationale Kriege wurden zahlreiche Kriegsschiffe im Meer versenkt, aber auch Handelsschiffe und Öltanker. Diese Wracks rosten am Meeresboden vor sich hin und es ist nur eine Frage der Zeit, wann die ungeheuren Mengen an Treibstoff und Öl aus den Tanks austreten und große Teile der Meere verseuchen. Konkretes Beispiel ist ein Schiffswrack in der Nähe des Hafen von Danzig, wo bereits Öl in kleinen Mengen austritt.

Technisch ist es jedoch möglich, das Altöl aus den Schiffswracks abzupumpen, das ist aber mit hohen Kosten und viel Aufwand verbunden und würde nicht genug  Profite für die ausführenden Unternehmen abwerfen. Deshalb wird die "Zeitbombe" der Meeresverschmutzung durch Ölpest immer weiter ticken, um in absehbarer Zeit zu explodieren und zu einer Umweltkatastrophe nie gekannten Ausmaßes führen. Man bedenke, dass Großteile der Weltmeere bereits durch den Plastikmüll verschmutzt sind!

Vielleicht könnten sich dann die Profitgeier vom Ölschlick ernähren!

Kampf gegen die Ölpest in Mauritius
Ölbarrieren am Küstenabschnitt von Mauretanien
Autor:

Ulrich Achenbach aus Bochum

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