Einladung zum 6. Bochumer Disput
DIE GRENZEN VON TOLERANZ - Wie wirken sich gesellschaftliche Transformationsprozesse auf das Toleranzverständnis aus?

Die Toleranz steht auf dem Prüfstand: Nicht erst, seit Alt-Bundespräsident Gauck mehr Toleranz nach rechts forderte, steht Toleranz wieder im Focus der politischen Debatte. 

Grenzverschiebungen
Zum einen gibt es Grenzverschiebungen: Populistische und rassistische Meinungen und die Abwertung von vermeintlich „Anderen“ wurden salonfähig. In der digitalisierten Gesellschaft wird Intoleranz rasant schnell verbreitet; sie ermöglicht rechtsradikalen Szenen die Mobilisierung zur Unterdrückung von Minderheiten gemäß ihrer Vorstellung von einer homogenen nationalen Kultur. Zum anderen ist ebenso unverkennbar, dass gegenwärtige Transformationsprozesse von einer breiten Toleranz gegenüber benachteiligten Gruppen oder religiösen und ethnischen Minderheiten begleitet werden. Es existiert ein Toleranzparadox - eine Gleichzeitigkeit von mehr und weniger Toleranz.

Termin

Dieses scheinbare Toleranzparadox wird auf dem 6. Bochumer Disput am 23. September im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets und vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Transformationsprozesse näher in Augenschein genommen. Zeit: ab 18 Uhr.

FragenüberFragen
Weitere Fragen auf dem 6. Bochumer Disput werden sein::
Was sind die strukturellen Grundlagen und zentralen Treiber der Grenzverschiebungen von Toleranz?
Wie können politische Parteien, Gewerkschaften und soziale Bewegungen zur Neudefinierung von Toleranz im digitalen Zeitalter einen Beitrag leisten – was können oder sollten sie tun?
Ist eine bundesweite Toleranz-Strategie möglich, oder müssen differenzierte Vorgehensweisen – z. B. zwischen Ost und West, Stadt und Land – formuliert werden?
Sind Verfassungsschutz, Polizei und „Big Tech“ (Facebook, Google, Twitter) Teil der Lösung oder Teil des Problems?
Welche Rolle spielt der internationale Kontext – insbesondere Trump aber auch Brexit – in der Diskussion um Toleranz und Anerkennung?

Die Gäste des Disputs
Anja Weiß (Soziologin, Universität Duisburg-Essen / Interdisziplinäres Institut für Integrations- und Migrationsforschung), Thomas Kehrbaum (Vertreter des IG Metall Vorstands / Academy of Labour), Klaus Wegener (Präsident, Auslandsgesellschaft e.V.), Patrice Poutrus (Historiker, Universität Erfurt)
sowie Michael Plackert (Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, Stadt Dortmund) werden am 23. September den 6. Bochumer Disput bestreiten.

Eigene Fragestellungen dazu  sind erwünscht!

Thea Struchtemeier

Autor:

Thea Struchtemeier aus Bochum

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