Politik der verbrannten Erde in Brasilien
faschistoider brasilanischer Präsident lässt die Agrarkapitalisten ungehindert zündeln

faschistoider Präsident Bolsonaro beschuldigt Umweltschützer, Feuer gelegt zu haben!
  • faschistoider Präsident Bolsonaro beschuldigt Umweltschützer, Feuer gelegt zu haben!
  • hochgeladen von Ulrich Achenbach

Die vorsätzlich angelegten Brände im Amazonasgebiet von Brasilien beschleunigen die ohnehin schon einsetzende weltweite Klimakatastrophe. In Brasilien wüten derzeit die schwersten Waldbrände seit Jahren. Seit Januar nahmen die Feuer und Brandrodungen im größten Land Südamerikas im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 83 Prozent zu, wie die Zeitung "Folha de S. Paulo" berichtete. Insgesamt wurden demnach 72.843 Brände registriert. In den meisten Fällen waren Flächen in Privatbesitz betroffen, aber auch in Naturschutzgebieten und Ländereien der indigenen Bevölkerung brechen immer wieder Feuer aus.

Das sog. Mercosur-Abkommen, das die Exporte von Rindfleisch und Soja aus Brasilien in die EU ankurbeln soll, ist in erster LInie verantwortlich für die rücksichtslose Ausbeutung der Natur durch die Agrarkonzerne, denn es sind bestimmt keine Kleinbauern, die Wälder anzünden, um Weideland zu gewinnen. Im Gegenteil, diese Bauern, die ihre Landwirtschaft im Einklang mit der Natur betrieben und auch die indigene Bevölkerung des Amazonasbecken wurden und werden von den Schergen der Großgrundbesitzer verjagt  und bekämpft - mit Duldung der brasilanischen Regierung.

Mit dem Vertrag wollen die EU und Argentinien, Brasilien, Paraguay sowie Uruguay die größte Freihandelszone der Welt aufbauen.

Einige EU-Staaten wie Frankreich reagieren erst jetzt auf die lang vorhersehbare Politik Bolsonaros und wollen das Mercosur-Abkommen nicht ratifizieren. Deutschland verhält sich zurückhaltend. In Deutschland betonte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag die Bedeutung des Mercosur-Abkommens angesichts der Lage im Amazonas-Gebiet. In dem Vertrag hätten sich die beteiligten Staaten unter anderem auf Normen und Standards zum Umweltschutz verständigt, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier der dpa: "An diese hohen Standards müssen sich am Ende alle Partner halten - auch die brasilianische Regierung." HIer beweist sich, dass es nur um die Interessen des internationalen Finanzkapitals und der internationalen Konzerne geht. Die beschlossenen "Umweltstandards" sind reine Makulatur und sollen nur die Weltöffentlichkeit über die wahren Absichten dieses Welthandelsabkommen täuschen, nämlich der Profitmaximierung der Agrarkonzerne einerseits und der Industriekonzerne in der EU andererseits.In der EU sollen Unternehmen jährlich vier Milliarden Euro an Zöllen sparen und die Exporte ankurbeln. Brasilien und Argentinien möchten vor allem Agrarprodukte wie Fleisch und Soja an die EU-Staaten verkaufen. Fallen die Zölle auf landwirtschaftliche Erzeugnisse, könnten die argentinischen und brasilianischen Agrarunternehmen kräftig verdienen.

Heuchlerisch nach internationalem Druck verkündet jetzt Bolsonaro, etwas gegen die Großbrände zu tun und Löschaktionen einzuleiten. Er erwägt nun den Einsatz von Soldaten im Kampf gegen die schwersten Waldbrände seit Jahren. Als unverschämte Lüge beschuldigt dieser faschistoide Präsident, die Feuer seien von den Umweltschützern gelegt worden!

Die derzeit an vielen Stellen weltweit wütenden Waldbrände (z.B. in Sibirien in Russland) verschärfen die gegenwärtige Klimakatastrophe in kürzester Zeit. Dürre und Unwetterkatastrophen werden bald zur Regel, auch in Ländern in Mitteleuropa wie Deutschland, Niederlande, Frankreich usw. Das internationale Finanzkapital wird bald die Folgen zu spüren bekommen, wenn auch  die Villen der Mananger bzw. Aktionäre der weltweiten Konzerne  brennen werden und sog. private Trauminseln bald im Meer versunken sind.

Rettet die Umwelt vor der Profitgier der Monopole! Als ersten Schritt müssen europaweite Demonstrationen und Streiks Druck auf die jeweiligen Regierungen machen, das tödliche Welthandelsabkommen Mercosur nicht zu ratifizieren und zu Fall zu bringen! Der zweite Schritt sind Sanktionen gegen Brasilien, vor allem das Einfrieren der Konten der brasilanischen Konzerne und  der Spitzenpolitiker! 

Ich vermisse in diesem Zusammenhang die Empörung der angeblichen "Umweltpartei" die GRÜNEN als auch der Linkspartei zu diesem Welthandelsabkommen!

Eine Rettung der Umwelt kann es im Übrigen nur geben, wenn das internationale Finanzkapital bekämpft wird. Dazu stellt sich erneut die Systemfrage.

Autor:

Ulrich Achenbach aus Bochum

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