Drohende Umweltkatastrophe in Florida
giftige Altlasten buchstäblich auf die Bevölkerung abgewälzt

Anlage der stillgelegte Phospatmine und Düngemittelfabrik
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  • Foto: www.faz.net AP
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Wie Monopole den Umweltschutz mit Füßen treten, beweist eine drohende Umweltkatastrophe in Florida. Im Country Manatee/Florida droht eine Umweltkatastrophe wegen eines undichten Abwasserbeckens. Die Anlage befindet sich auf dem Areal einer ehemaligen stillgelegten Phosphatmine und Düngemittelfabrik. Dort werden auch giftige und radioaktive Stoffe gelagert. Bereits am Samstag hatte Floridas Gouverneur den Notstand für das Gebiet verhängt.

Die jetzige Betreibergesellschaft der stillgelegte Anlage, HRK Holdings, hat sich erwartungsgemäß nicht zu den Schäden am Abwasserbecken geäußert, obwohl Risse in einer Ausßenwand seit längerer Zeit bekannt sind. Dieses mit Phospor und Stickstoff vergiftete Wasser würde bei einem endgültigen Dammbruch große besiedelte Gebiete mit einer ca. sechs Meter hohen Flutwelle überschwemmen und für verheerende Schäden sorgen. Hier zeigt sich deutlich das herrschende internationale Finanzkapital und sein Einfluss auf die Politik.

Anstatt die HRK für die drohende Umweltkatastrophe verantwortlich zu machen und das Unternehmen zu verpflichten, sämtliche Kosten der Evakuierung und der Vemeidung der Umweltkatastrophe zu tragen, wird lediglich vor einer Überdüngung des Meeres gewarnt, wo das abgepumpte Abwasser jetzt "kontrolliert" eingeleitet wird.

Buchstäblich werden die Altlasten jetzt auf die Bevölkerung abgewälzt. Im Sinne der Konzerne gibt es für sie in fast allen Staaten der USA kaum Umweltauflagen, denn diese würden den Profit der Unternehmen schmälern (zum Vergleich: Erlaubnis des umweltzerstörenden Frackings in den USA). Geschweige denn für (stillgelegte) Fabriken, Altlasten umweltgerecht zu entsorgen.

Rettungskräfte und Nationalgarde pumpten in Piney Point täglich 125 Millionen Liter Abwasser aus dem Becken ab, erläuterte DeSantis bei einer Pressekonferenz. In der Plastikverkleidung des Abwasserbeckens ist ein Leck, das sich weiter vergrößert. Vor seiner Pressekonferenz hatte DeSantis sich auf einem Hubschrauberflug ein Bild von der Lage gemacht.

Bei einer Überschwemmung könnte Abwasser auch in Speicher laufen, in denen Phosphorgips, ein Abfallprodukt der Düngemittelproduktion, gelagert wird. Phosphorgips gilt wegen seines Gehalts an Radon-Isotopen als radioaktiv. Außerdem enthält es giftige Metalle wie Arsen, Blei und Quecksilber.
(Quelle: www.faz.net vom 4.4.21)

Die Manager der HRK Holding gehören sofort in die oberen Etagen des auch teilevakuierten Gefängnisses in der Nähe der Abwasseranlage!

Anlage der stillgelegte Phospatmine und Düngemittelfabrik
undichtes Becken in Manatee Country
Autor:

Ulrich Achenbach aus Bochum

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