FDP Bochum plädiert für Demographie-Beauftragten und Aufwertung des Seniorenbeirates.
Haltt: „Seniorenpolitik neu denken statt Parteiengezänk!“

„Wer Wahlkampfmanöver wittert, sollte selbst Dinge nicht wahlkampfmäßig aufbauschen“, kommentiert Felix Haltt, Oberbürgermeisterkandidat der FDP Bochum, den Streit von CDU und SPD über einen Brief des Oberbürgermeisters Thomas Eiskirch an Bochumerinnen und Bochumer über 70 Jahre, die in der Corona-Pandemie besonders zur Risikogruppe zählen. „Ob das Geld in das durch die Aktion fällige Porto wirklich gut angelegt war, darüber kann man vielleicht noch diskutieren. Der CDU-Oberbürgermeister in Essen hat vor ein paar Wochen aber eine ganz ähnliche Maßnahme ergriffen. Thomas Kufen war bloß etwas geschickter und hat den Essener Gesundheitsdezernenten mitunterschreiben lassen. So ungewöhnlich war der Rundbrief also an sich nicht. Anstatt über Briefe zu streiten, sollten wir lieber über Inhalte reden. Und da kann man Seniorenpolitik in Bochum sicherlich noch neu denken.“

„Mit der Einrichtung der Seniorenbüros hat man eine dezentrale Anlaufstelle für ältere Menschen geschaffen. Was uns hingegen noch fehlt, ist ein zentraler Ansprechpartner in der Stadtverwaltung, der die Interessen der älteren Bochumerinnen und Bochumer in die Verwaltungsarbeit einbringt“, so Haltt. „Ähnlich wie beim Nahmobilitätsbeauftragten könnte man der Seniorenpolitik im Rathaus so ein Gesicht geben. In seiner Funktion kann der Beauftragte zum Beispiel Wortführer für Barrierefreiheit sein oder gemeinsam mit anderen Akteuren Konzepte gegen Einsamkeit erarbeiten. Man könnte seinen Aufgabenbereich auch sogar etwas weiterfassen und ihn als Demographie-Beauftragten agieren lassen. Der demographische Wandel kann so noch stärker in kommunale Entwicklungsprozesse eingebracht werden.“

Handlungsbedarf sehen die Freien Demokraten auch bei Beteiligungsformen in der Seniorenpolitik. Haltt: „Der Seniorenbeirat ist in dieser Wahlperiode verkleinert worden. Obwohl das Engagement der Mitglieder sicherlich nicht weniger wurde, ist die Wahrnehmung des Gremiums weitgehend im kommunalen Alltag versickert. Eine Fortführung in gleicher Form erscheint daher wenig zielführend. Das Gremium und dessen überparteiliche Arbeit kann man jedoch stärken, indem man weitere Akteure einbindet. In Essen werden für den Seniorenbeirat nicht nur Vertretern aus der Politik vorgeschlagen. Vielmehr sind dort auch Delegierte aus den Wohlfahrtsverbänden, den Gewerkschaften und anderen mit den Anliegen von Seniorinnen und Senioren befasste Gruppierungen eingebunden. Ein ähnliches Konzept könnte auch dem Bochumer Seniorenbeirat stärken.“

Autor:

Léon Beck aus Bochum

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