Bochum packt ein
Hilfstransport für die Menschen in der Ukraine startet

Zunächst bis zum 3. März werden Pakete angenommen. Dann startet der LKW.
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  • Zunächst bis zum 3. März werden Pakete angenommen. Dann startet der LKW.
  • Foto: Gesellschaft Bochum-Donezk
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"Es geht jetzt darum, dass die Menschen überleben." Pastor Ivan Stuckert, Vorstandsmitglied der Gesellschaft Bochum-Donezk. macht deutlich, wie ernst die Lage für die Menschen in der Ukraine ist. "Die Versorgungslage wird immer schlechter."

Versorgungslage wird immer schlechter

Auf dem Land, wo sich die Menschen traditionell stärker selbst versorgen, sei die Situation noch deutlich besser als in den Städten. "Auf den Dörfern haben die Menschen oft noch Vorräte aus dem letzten Jahr. Doch in den Geschäften in den Städten sind die Regale leer." Stuckert ist Pfarrer der evangelisch-pfingstlichen Christengemeinde "Gottesverbund", ein Gemeindeverbund mit Standorten unter anderem in Bochum-Harpen und Bochum-Lagendreer.
Ein Hilfstransport aus Bochum soll am Freitag in die Ukraine starten. Alle Bochumerinnen und Bochumer können Hilfspakete für die notleidenden Menschen packen. Bis Donnerstag, 3. März, werden diese in der Sammelstelle der Gesellschaft Bochum-Donezk an der Herner Straße146 in Empfang genommen, sortiert und für die Zollabfertigung vorbereitet. Die Sammelstelle ist täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Lange hat Pfarrer Stuckert telefoniert, dann die Zusage einer Spedition bekommen: Der LKW wird von Bochum aus in die westukrainische Stadt Lemberg starten, von dort aus werden die Pakete mit kleineren Fahrzeugen weiter transportiert. "Die Ukrainer, die jetzt in Richtung Westen flüchten, sind in der Regel jüngere Menschen, Menschen, die diese Reise auch bezahlen können. Zurück bleiben die Alten, Kranken, Familien mit vielen Kindern. Ihnen gilt unsere Hilfe." Der Korridor für die Hilfslieferung, so Stuckert stehe, ein paar kleine Transporter hätten die Route bereits getestet. Auch die Verteilung vor Ort sei gesichert.

Packlisten erleichtern die Arbeit

Was dringend gebraucht wird, darüber informiert die Gesellschaft Bochum-Donezk auf ihrer Internet-Seite, und hat dort Packlisten veröffentlicht. Wer helfen will, kann entweder ein Basis-Baket packen, oder dringend benötigte Hilfsgüter spenden.
Ein Basis-Paket sollte unter anderem enthalten (vollständige Packliste siehe Foto):

  • Wurstkonserven
  • Zahnpasta und Zahnbürsten
  • flüssige Seife
  • Schokolade, Kekse, Cräcker
  • Taschenlampe
  • Handtücher

Bei haltbaren Lebensmittel sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass diese mindestens sechs Monate haltbar sind.
Wichtig: Wer ein Paket packt, sollte möglichst die Checkliste (siehe Fotos) ausdrucken und auf das Paket kleben - oder eine selbstgeschrieben Packliste aufkleben. Das erleichtert die Arbeit der freiwilligen Helfer in der Sammelstelle. Außerdem müssen die Pakete für die Zollabfertigung unbedingt offen bleiben! Also nicht zukleben!
Pakete sollten maximal 15 Kilo schwer sein und die Maße 60 x 40 x 30 cm nicht überschreiten.

Benötigt werden darüber hinaus in größeren Mengen unter anderem:

  • Damenbinden
  • Babywindeln in unterschiedlichen Größen
  • Babynahrung
  • Verbandskästen
  • Taschenlampen
  • Powerbanks
  • Decken / Schlafsäcke

Die Welle der Hilfsbereitschaft, sie ist schon jetzt riesig - und sie stellt das kleine Team aus Ehrenamtlichen der Gesellschaft Bochum-Donezk vor eine enorme Herausforderung. Daher: Auch helfende Hände, die beim Sortieren und Packen vor Ort in der Sammelstelle helfen, sind willkommen. 
Infos gibt es auch bei Monika Grawe unter 0151 40551520.

Zunächst bis zum 3. März werden Pakete angenommen. Dann startet der LKW.
Wer helfen will, sollte sich an dieser Packliste für Pakete orientieren.
Autor:

Petra Vesper aus Bochum

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