Frauenhaus Bochum
Koordinierungsstelle nötig für besseren Informationsaustausch

Foro; Claudia Bolesta von der UWG: Freie Bürger (links) im Gespräch mit Ulrike Langer (Frauenhaus Bochum). Foto: UWG: Freie Bürger
  • Foro; Claudia Bolesta von der UWG: Freie Bürger (links) im Gespräch mit Ulrike Langer (Frauenhaus Bochum). Foto: UWG: Freie Bürger
  • hochgeladen von Ulli Engelbrecht (StadtEcho)

Seit fast 40 Jahren bietet das Bochumer Frauenhaus bedrohten Frauen und ihren Kindern Schutz vor körperlicher Gewalt und seelischer Misshandlung. Aktueller Stand der Dinge ist der, dass ein lange geplanter Neubau realisiert werden konnte. „Darüber sind wir sehr froh, denn am neuen Standort haben wir unter anderem eine bessere Zimmeraufteilung, mehr Platz für die Kinder, ein barrierfreies Appartement für Frauen mit Behinderungen“, sagt Ulrike Langer, Leiterin der Einrichtung, die vom Caritasverband Bochum/Wattenscheid getragen wird. 14 Plätze gibt’s für die Frauen, 15 für die Kinder.

„Der Bedarf ist groß“, sagt Langer im Informationsgespräch mit Claudia Bolesta von der UWG: Freie Bürger, denn die Fälle von Gewalt gegen Frauen seien zahlenmässig unvermindert hoch. Das Frauenhaus bietet seinen Bewohnerinnen auf Zeit – im Schnitt sind sie 20 bis 30 Jahre alt - unter anderem einen umfassende psychosoziale Beratung an, leistet Unterstützung in rechtlichen und administrativen Fragen, stellt den Kontakt zu Fachberatungsstellen her, hilft bei der Wohnungs- und Arbeitssuche. „Die Probleme der Frauen haben sich verändert, sind vielschichtiger geworden“, sagt Lange, die sich deswegen mehr Flexibilität in der Sozialverwaltung wünscht.

„Es ist offensichtlich wirklich nicht vernünftig, wenn Mitarbeiter*innen des Frauenhauses unterschiedlichen Sachbearbeitern in unterschiedlichen Fachämtern hinterher telefonieren müssen, um Klärungen herbeizuführen“, resümiert Claudia Bolesta. „Das bindet Zeit, die sinnvoller genutzt werden kann. Denkbar wäre es für mich, eine spezielle Koordinierungsstelle im Rathaus einzurichten, um den Informationsaustausch effizienter zu gestalten.“

Die UWG: Freie Bürger-Ratsfraktion hat für die nächste Sitzung des Sozialausschusses einen Antrag eingebracht, der die Einrichtung einer Koordinierungsstelle fordert. „Wir hoffen sehr, dass auch die anderen Parteien hier Handlungsbedarf sehen und wir die Koordination zwischen den Frauenhäusern und der Stadtverwaltung zeitnah verbessern können“, so Hans-Josef Winkler, sozialpolitischer Sprecher der UWG: Freie Bürger.

Weitere Infos: www.caritas-bochum.de

Autor:

Ulli Engelbrecht (StadtEcho) aus Bochum

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