Terrorist Erdogan
Kurden protestierten in Bochum gegen die türkischen Militärschläge in Syrien

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Als Teilnehmer an der kämpferischen Demonstration gegen den faschistischen Präsidenten der Türkei, Erdogan berichte ich über den friedlichen Ablauf dieser Protestveranstaltung. Wie häufig bei ähnlichen Veranstaltungen, war ein überdimensioniertes Aufgebot der Polizei vor Ort.

Obwohl angeblich eine Waffenruhe zwischen der Türkei und den USA für Syrien ausgehandelt wurde, gab es weiterhin militärische Angriffe durch das faschistische Erdogan-Regime auf Nordsyrien. Die berechtigten Proteste gegen den Diktator Erdogan gingen unvermindert weiter wie heute in Bochum.

Über 2600 Menschen versammelten sich auf der Huestraße gegenüber dem Hauptbahnhof, um nach einer Auftaktkundgebung mit mehreren Redebeiträgen von kurdischen Organisationen gegen Erdogan und sein brutalem Militärschlag auf Nordsyrien in einem langen Demonstrationszug durch die Innenstadt zu ziehen. Die Demoroute ging über die Wittener Str. Alsenstr., Oskar-Hoffmann-Str., Dibergstr., Alte Hattinger Str. und Viktoriastr. bis zum Dr. Ruer Platz,  wo die Abschlusskundgebung stattfand.

An der lautstarken und bunten Demonstration beteiligten sich mehrere kurdische Organisationen und viele kurdische Einzelpersonen, aber auch viele Deutsche und Parteien wie die z.B. die Linkspartei und die MLPD. Weiterhin unterstützten Organisationen wie z.B. das Bündnis gegen rechts oder das Friedensplenum diese Aktion. Immer wieder erklangen die Parolen wie "Terrorist Erdogan", "Diktator Erdogan" oder "deutsche Panzer raus aus Kurdistan" und kurdische Parolen wie sinngemäß "Freiheit für Kurdistan" oder "es lebe Kurdistan". Die Demonstration verlief sehr friedlich, jedoch auf der Oskar-Hoffmann-Str. stockte plötzlich der Demozug. Die Polizei hat ihn gestoppt, weil angeblich ein Plakat mitgeführt wurde, was Erdogan mit Hitler gleichsetzte, dieses Plakat sollte entfernt werden. Die Demoleitung verlangte nach einem Rechtsanwalt. Nach längerer Unterbrechung konnte die Demo fortgesetzt werden, nachdem vermutlich geklärt werden konnte, dass dieses Plakat nicht rechtswidrig war.

In Höhe des Schauspielhauses gab es eine Zwischenkundgebung, wo ein es in einem Redebeitrag von internationalem Kampf gegen die Unterdrücker und Kriegstreiber ging. Der Redner hob hervor, dass durch ein internationaler Zusammenhalt zu einer Revolution gegen die Herrschenden führen kann. Ein Vertreter der Linkspartei griff die barbarischen Angriffe des türkischen Militärs auf die Kurden in Syrien scharf an. "Wenn Erdogan Krankenhäuser bombardieren lässt, Zivilisten auf brutale Weise umbringen lässt, ist Deutschland mitschuldig durch seine Waffenlieferungen an das Regime Erdogans in der Türkei", hieß es.

Lautstark mit kurdischen Kampfliedern und vielen Parolen setzte sich die Demonstration bis zum Dr. Ruer-Platz fort. Auf der Abschlusskundgebung gab es durch die Demoleitung jedoch einen Eklat. Ein Mitglied der Partei MLPD durfte nicht reden, obwohl er bereits auf der Demo seinen Redebeitrag angemeldet hat und ihm dies zugesagt wurde. Als er sich dem Lautsprecherwagen näherte und fragen wollte, wann er an der Reihe wäre, wurde er schroff abgewiesen und von einer Person sogar körperlich angegriffen (massiv geschubst). Daraufhin wurde von dem Mitglied der MLPD eine Anzeige bei der Polizei erstattet, der Täter war inzwischen verschwunden und die Anzeige konnte nur gegen unbekannt erhoben werden. Weil die Demoleitung anscheinend eine Auseinandersetzung mit der Polizei scheute, brach sie die Abschlusskundgebung ohne weitere Redebeiträge sofort ab.

Diese Liquidatoren hatten jedoch bei dem überwiegenden Teil der Demonstranten keine Unterstützung. Während des Demozuges kam es daher - bis auf ganz wenige Ausnahmen - nicht zu Provokationen gegen Parteifahnen. Diese Provokateure waren keine Kurden.

Autor:

Ulrich Achenbach aus Bochum

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