Luftreinhalteplan Ruhrgebiet tritt in Kraft

Der aktualisierte und von den drei beteiligten Bezirksregierungen Arnsberg,
Düsseldorf und Münster überarbeitete gemeinsame Luftreinhalteplan für das
Ruhrgebiet ist fertig gestellt und tritt am 15. Oktober 2011 in Kraft.

Somit gibt es ab 1. Januar 2012 eine große zusammenhängende Umweltzone im
Ruhrgebiet. Diese umfasst die Bereiche mit zu hohen Belastungen durch die
Schadstoffe Feinstaub und Stickstoffdioxid. Ab 1. Januar 2013 ist dann in der
nächsten Stufe nur noch Fahrzeugen mit gelber oder grüner Umweltplakette und in der letzten Stufe ab 1.7.2014 nur noch Fahrzeugen mit grüner Plakette die Einfahrt gestattet. Darüber hinaus sieht der Luftreinhalteplan industrielle
und verkehrliche Maßnahmen vor. Dazu gehören beispielsweise die Ertüchtigung von Fahrzeugflotten der öffentlichen Hand und des öffentlichen
Personennahverkehrs sowie verkehrsplanerische und städteplanerische
Maßnahmen.

Für die Städte im Ruhrgebiet gibt es bereits seit August 2008 einen Luftreinhalteplan mit ausgewiesenen Umweltzonen. Im Regierungsbezirk Arnsberg umfasst der Plan die Städte Dortmund, Bochum und Herne.

Erste Erfolge dieses Planes und der damit verbundenen inderungsmaßnahmen
sind mittlerweile erkennbar. Die Belastungen innerhalb bestehender Umweltzonen sind im Durchschnitt stärker zurückgegangen als außerhalb dieser Zonen. Jedoch stellen die Belastungen durch Stickstoffdioxid weiterhin ein großes Problem dar. Hier sind die weiteren Maßnahmen des neuen Planes
erforderlich, um die von der EU vorgegebenen Grenzwerte einzuhalten und den Gesundheitsschutz zu verbessern.

Der Luftreinhalteplan Ruhrgebiet, Teilplan Ost, kann auf den Internetseiten der Bezirksregierung Arnsberg unter www.bra.nrw.de oder auf den Seiten der Stadt Bochum unter www.bochum.de eingesehen werden. Darüber hinaus wird der Teilplan Ost vom 17.10. bis 31.10.2011 unter anderem bei der Stadt Bochum, Technisches Rathaus - Stadtplanungs- und Bauordnungsamt-, Zimmer 1.0.210, Hans-Böckler-Straße 19, montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr, öffentlich ausgelegt.

Die Umweltzone Bochum wurde erweitert. Die Erweiterung erfolgte im Zusammenhang und in Relation zu den Nachbarkommunen. Die Umweltzonen der Städte Essen, Gelsenkirchen, Herne, Castrop-Rauxel und Dortmund wurden ebenfalls bis an die Stadtgrenzen zu Bochum ausgedehnt. Die erweiterte Umweltzone tritt zum 01.01.2012 in Kraft und ist auf den Internetseiten der Stadt Bochum unter www.bochum.de einzusehen. Ruhrgebietsweit kann man sich zu den Umweltzonen unter folgendem Link informieren: www.umweltzonen.nrw.de.

Autor:

Ernst-Ulrich Roth aus Bochum

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