Keiner will einen dritten Weltkrieg
Montagsdemo gegen jede Kriegstreiberei

Heute kamen nur wenige Teilnehmer zur Montagsdemo, da mehrere Montagsdemonstranten erkrankt waren. Dennoch entwickelte sich eine kurze, aber interessante Diskussion um die Eskalation zwischen der USA und dem Iran wegen der Tötung des iranischen Generals Soleimani .

"Zwar wird der faschistoide Präsident Trump als Verantwortlicher für den Angriff auf eine Militärstellung des Irans im Irak verantwortlich gemacht, jedoch steckt der ganze Senat der USA dahinter. Auch die Demokraten in den USA befürworteten den Angriff auf Soleimani . Da die USA wirtschaftlich weltweit an Macht verliert, versuchen die Herrschenden in diesem Land die wirtschaftliche Vorherrschaft der USA mit allen Mitteln zu erhalten. Dabei ist jedes Mittel recht, auch die Gewalt. Das gleiche gilt ebenso für das klerikal-faschistische Regime im Iran, auch dort  ist nicht nur ein durchgeknallter Politiker für die Eskalation im Irak verantwortlich. Der Iran gehört ebenfalls zu den neu imperialistischen Ländern und ist eine ernstzunehmende wirtschaftliche Gefahr für die USA, Russland und auch die EU", äußerte sich ein Redner.

"Die Staatsführung im Iran ist nicht glaubwürdig. Das hat sich an der dreisten Lüge über die Absturzursache des ukrainischen Passagierflugzeuges in Teheran bewiesen. Zunächst berichtete die Nachrichtenagentur des Iran, das Flugzeug habe einen technischen Defekt gehabt. Nach internationalen Recherchen gab die Regierung zu, das Flugzeug "versehentlich" abgeschossen zu haben, weil es feindliches Objekt nahe einer Militärbasis angesehen wurde", äußerte sich ein Redner.

Einer der Moderatoren ergänzte: "Ebenso wie der Iran versucht auch der Diktator der Türkei, Erdogan, in Afrika mitzumischen. Erdogan will Truppen nach Libyen schicken, um die "offizielle" Regierung dieses Landes zu unterstützen. Dadurch wächst die Gefahr eines internationalen Konflikts erheblich".

Eine Montagsdemonstrantin erklärte: "Keiner will einen neuen Krieg. Viele Ältere wissen, was Krieg bedeutet. Deshalb dürfen keine Waffen mehr an die Türkei, dem Iran und an alle weiteren Staaten, deren Regime Krieg und Unterdrückung der Bevölkerungen wollen, geliefert werden". 

Ein Passant äußerte sich kurz am offenen Mikrofon: "Diese Kundgebung sollte vor der Uno - Vollversammlung stattfinden".

"Der Widerstand gegen die unterdrückerischen Regime wächst weltweit. Im Iran gingen z.B. Tausende auf die Straße, um gegen die Gewaltherrschaft von Chamenei zu protestieren. Die Polizei ging mit Gewalt gegen die Demonstranten vor.  Es ist zukünftig dringend erforderlich, dass sich die Widerständler weltweit vernetzen. Nur so lässt sich die Hauptursache aller Unterdrückung und der weltweiten Konflikte, nämlich das internationale Finanzkapital bekämpfen", hieß es in einer Wortmeldung.

Zum Ende der Kundgebung fragten zwei ausländische Jungen (ein Jordanier und ein Syrer), ob es auch in Deutschland Krieg gibt. "Das ist nicht auszuschließen, wenn sich die Kriege im mittleren Osten ausweiten", lautete die Antwort einer Montagsdemonstrantin.

Alle forderten, dass sich die Bundeswehr aus dem Irak sowie aus allen anderen ausländischen Staaten zurück ziehen muss und verurteilten die deutschen Waffenlieferungen ins Ausland.

Die nächste Montagskundgebung findet am 10.02.20 statt.

Ulrich Achenbach
Moderator

Autor:

Ulrich Achenbach aus Bochum

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