Eine schnelle Anbindung an das Internet lässt an den meisten Bildungseinrichtungen auf sich warten
Nur Slowbit-Schulen in der GigabitCity Bochum

Tim Pohlmann, schulpolitischer Sprecher der UWG: Freie Bürger. Foto: UWG: Freie Bürger

„Bochum will GigabitCity werden! Wer diesen Satz liest und den Blick Richtung Schullandschaft wirft, der wird feststellen, dass wir in den Bildungseinrichtungen weit weg sind vom Thema und extrem hinterherschleichen. Eine schnelle Anbindung an das Internet lässt nämlich an den meisten Bochumer Schulen auf sich warten“, hat Tim Pohlmann, schulpolitischer Sprecher der UWG. Freie Bürger festgestellt.

Sehr mutig wirke doch die Aussage von Jannis Heuner von der Bochumer Wirtschaftsentwicklung (WEG): „Die Schule der Zukunft in Bochum wird schnell und digital sein.“ (Aus der Beschlussvorlage "Medienentwicklungsplan Bochum für die Schulen der Stadt Bochum, Zeitraum Schuljahre 2019/2020 bis 2024/2025 vom 08.05.2019). Pohlmann: „Hier stellt sich für mich die Frage, in welchem Zeitraum definiert man denn dort eigentlich Zukunft? Seit 2018 werden mit Telekommunikationsunternehmen Verhandlungen geführt ohne, dass bisher Ergebnisse zu sehen sind.“

Die Schulen jedoch würden wieder einmal aufgefordert, detailierte Konzepte zu schreiben, in welcher Art und Weise sie Gelder für die Digitalisierung einsetzen würden, welche Geräte gekauft und wie deren Einsatz geplant sein würde. „In Anbetracht der nicht vorhandenen Anbindung macht das allerdings keinen Sinn und verursacht nur unnötige Arbeit.“

Hinzu kommt, dass Lehrer durch Weiterbildungen den ersten Support vor Ort leisten sollen. Den bestehenden Lehrermangel und ausgefallene Schulstunden dürfe man durch solche Maßnahmen aber nicht noch verschärfen. „Ich glaube daher, dass es sich die Stadt zu einfach macht und letztlich die Arbeit anderen überlassen möchte. Neben dieser Problematik gilt es aber auch zu klären, wie es sich zum Beispiel mit dem Datenschutz bei sogenannten Cloudlösungen verhält.“

Es bleibe also zu hoffen, so Pohlmann, dass die verantwortlichen Stellen sich zunächst um die Anbindung an das schnelle Netz kümmern und dann den Schulen Arbeit abnehmen – auf dass unsere Schulen und Schüler*innen in Zukunft aus dem Slowbit-Tal herausgeführt werden und auch die aktuelle Hardware nutzen können, bevor diese bereits wieder technisch überholt ist.

Autor:

Ulli Engelbrecht (StadtEcho) aus Bochum

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