Schulamtsleiter Wicking: „Wir ‚wohnen‘ die Handwerker raus!“ - Montag beginnt der Unterricht des Neuen Gymnasiums im Neubau - 1.600 Umzugskartons gepackt

Schulamtsleiter Urlich Wicking, EGR-Architekt Hans-Erich Becker und Norbert Zintek, stellvertretender Leiter des Schulverwaltungsamtes (v.l.), im Atrium des neuen Schulgebäudes an der Querenburger Straße.
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  • Schulamtsleiter Urlich Wicking, EGR-Architekt Hans-Erich Becker und Norbert Zintek, stellvertretender Leiter des Schulverwaltungsamtes (v.l.), im Atrium des neuen Schulgebäudes an der Querenburger Straße.
  • Foto: Molatta
  • hochgeladen von Ernst-Ulrich Roth

In den vergangenen Wochen und Monaten hatten die Lehrkräften des Neuen Gymnasiums Bochum eine ganz besondere Aufgabe: Sie mussten über 1.600 Umzugskartons packen, denn am Montag, 22. Oktober, beginnt um 8.05 der Unterricht in dem modernen Neubau an der Querenburger Straße.

Rund 33 Millionen Euro wurden in das neue Schulgebäude an der Querenburger Straße investiert. „Es ist in den vergangenen 16 Monaten ein aufregender, extravaganter, architektonisch ansprechender Bau entstanden, in dem sich Schüler und Pädagogen wohlfühlen werden“, ist Schulamtsleiter Ulrich Wicking überzeugt.

„Das Atrium ist das Schmuckstück. An der einen Seite befindet sich das Schülercafé, das von Eltern betrieben wird. Auf der anderen Seite ist die Mensa mit 120 Plätzen. Hier könnten in drei Stunden bis zu 700 Essen ausgegeben werden“, erzählt Schulamtsleiter Ulrich Wicking bei einem ersten Rundgang. „Der Mensa gegenüber liegt die Schulaula mit Bühne für Theater oder Schulorchester. Hier haben 300 Schülerinnen und Schüler Platz. Der Clou aber ist, dass wir eine bewegliche Bühne haben, so dass man bei besonderen Anlässen einen Teil des Atriums mit nutzen kann.“

Wer das neue Schulgebäude betritt, ist erst einmal von dem strahlenden Weiß der Wände geblendet. Langsam entdeckt man die elipsenförmige Form des Atriums. Von hier aus schweift der Blick in das Rund, entdeckt die geschwungenen Gänge zu den Klassen-, Fach- und Verwaltungsräumen. Auffällig: Auch im Inneren setzt sich die geschwungene Linienführung des Baukörpers fort.

„Montagmorgen werden 1.347 Schülerinnen und Schüler sowie 130 Lehrkräfte hier Einzug halten. Die Schule ist für 1.250 Schülerinnen und Schüler konzipiert. Nach den kommenden Osterferien werden rund 280 Schülerinnen und Schüler die Schule mit dem Abitur verlassen. Im kommenden Schuljahr 210/2014 werden dann 1.220 bis 1230 Schülerinnen und Schüler am Neuen Gymnasium Bochum unterrichtet. Damit liegen wir unter dem Planungssoll“, so Ulrich Wicking.

Maximal 30 Schülerinnen und Schüler werden in einem der 45 Klassenräume unterrichtet, die eine Größe von rund 60 Quadratmetern haben. Sie sind ausgestattet mit modernen Tischen und bequemen Stühlen. Übrigens: Nur der Stuhl der Lehrkräfte hat eine dünne Polsterauflage. Die Besonderheiten in allen Klassenräumen sind das Lehrerpult und die Schultafel. In einem modern ausgestatteten Schulgebäude hat auch ein Lehrerpult eine andere Form und Funktion. Die elipsenformigen Tischplatte lässt sich hoch und runter fahren, so dass der Pädagoge sitzend oder stehend seinen Unterricht abhalten kann. Und da Frontalunterricht nicht mehr in die heutige Zeit passt, steht das Lehrerpult auf Rollen.

„Die Lehrkraft kann vor der Klasse sitzen oder stehen, sich mit seinem Pult ganz nach hinten bewegen oder mitten unter den Schülern den Unterricht abhalten“, berichtet Ulrich Wicking, der auf eine weitere Besonderheit aufmerksam macht. „Im neuen Gymnasium Bochum wird es keine Kreide mehr geben. Alle 74 Schultafeln sind interaktiv und können an das Internet oder das Schulnetzwerk angeschlossen werden. Das geschieht über einen Beamer, der über der Tafel hängt, der die Signale auf die Tafel überträgt.“

„In allen Klassenräumen kann auf Wunsch der Lehrkräfte mindestens ein Fenster geöffnet werden. Die Be- und Entlüftung des Gebäudes wird zentral gesteuert, so dass es nicht notwendig ist, ein Fenster zu öffnen. Beispielsweise wird der CO²-Gehalt der Luft gemessen. Ist er zu hoch, wird Frischluft zugeführt“, erklärt Architekt Hans-Erich Becker. „Die gesamte Schule ist vernetzt, jeder Raum ist internetfähig und in einigen Bereichen gibt es sogar W-Lan.“

18 Fachunterrichtsräume, davon 12 für naturwissenschaftliche Fächer, ergänzen das Raumangebot für den Unterricht. Hinzu kommen Verwaltungsräume, ein Lehrerzimmer mit 100 Arbeitsplätzen und eine „Pädagogen Lounge“ mit Cafébar.

Das Neue Gymnasium unterschreitet um 30 Prozent die modernen Energieeffizientsstandards. Doch noch sechs Wochen werden Handwerker im Gebäude letzte Arbeiten verrichteten. „Wir wohnen sie raus“, so Wicking. „In etwa sechs Wochen wollen wir die Einweihung feiern.“

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