Altlasten der RAG
Studie über PCB von "Kumpel für AUF"

Demonstration der Organisation Kumpel für AUF in Gelsenkirchen-Horst
  • Demonstration der Organisation Kumpel für AUF in Gelsenkirchen-Horst
  • Foto: privat Ulrich Achenbach Bochum
  • hochgeladen von Ulrich Achenbach

Die Lokalredaktion Gelsenkirchen der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ) berichtete aktuell am 24.11.21 online über die PCB-Studie von Kumpel für AUF.

Die Bergarbeiterbewegung Kumpel für AUF ruft sie zu einer RAG-unabhängigen Studie zur Untersuchung von Bergleuten auf PCB und Schwermetalle auf. Die RAG (ehemals Ruhrkohle AG) hat die Gefährlichkeit dieses krebserregenden Stoffes immer verharmlost – zugunsten ihres Maximalpfrofits und zuungunsten der Gesundheit der Kumpel, die häufig von ihrer Anpassung nichts mehr haben, da sie nach der Arbeit schwer erkrankten.

 Kumpel für AUF und die Umweltgewerkschaft erklärten in ihrem Aufruf: "Viele Kumpel litten und leiden an Krankheiten, die die Schulmedizin nicht erklären konnte. Sie wurden deshalb zum Teil entlassen und als Simulanten abgestempelt. Viele starben an Krebs. Krankheiten infolge von PCB-Belastung sind schleichende Erkrankungen und kommen oft erst nach vielen Jahren zum Tragen und die RAG nimmt sich davon nichts mehr an. Als Einzelner ist es kaum möglich, dagegen anzukommen und eine Anerkennung als Berufskrankheit durchzusetzen".

Zwingend notwendig ist daher eine von den Profitinteressen der RAG unabhängige Studie.  Für aussagekräftige Ergebnisse werden Untersuchungen von mindestens 100 Bergleuten gebraucht. Es geht um PCB und andere gefährliche Giftstoffe wie Quecksilber, Cadmium und Arsen sowie die gesundheitlichen Folgen. Im Sommer 2019 gründete sich eine Ärzte-Initiative gegen Zechenflutung und Giftmüll untertage. Sie will Bergleute beim Kampf um ihre Gesundheit unterstützen und helfen, eine Vergiftung des Grundwassers und des Trinkwassers zu verhindern, wovon Millionen Menschen betroffen sind. Sie organisieren die Untersuchung von Blut und Urinproben in einem renommierten Labor und beraten das Ergebnis. Wenn dieses aussagekräftig ist, wird beraten, wie damit umgegangen wird: Zum Beispiel Anzeigen einer Berufskrankheit bei der Berufsgenossenschaft. Um diese RAG-unabhängige Studie zu finanzieren, wird ein Spendenkonto eingerichtet."

Vor der der Corona-Pandemie ließ die RAG ehemalige Kumpel untersuchen. Das reicht dem Bergmann Christian L. (Kumpel für AUF) und seinen Unterstützern nicht. Sie wollen in einer eigenen Studie herausfinden, welche Folgen der Dauerkontakt mit Schwermetallen und PCB-haltigem Hydrauliköl hat. … Hier nun kommen Günter B. und sein Unterstützerkreis ins Spiel. Er behauptet: 'Es ist notwendig, eine von der RAG unabhängige Studie durchzuführen.' B. führt seinen Kampf ebenfalls mit Hilfe der Organsiation Kumpel für AUF

Bislang untersucht seien bereits über 50 ehemalige Bergleute untersucht worden, die auf Zechen der RAG in NRW und dem Saarland im Einsatz waren – darunter auch Günter B. selber. "Ergebnis war, dass mein Körper definitiv mit PCB und Schwermetallen belastet ist", sagt der ehemalige Betriebsschlosser und Hydraulikfachmann.

Allgemeinmediziner Günter Wagner (Gelsenkirchen) hält das für plausibel: "Die Kumpel, die wir bis jetzt untersucht haben, sind alle chronisch krank"."Wir Bergleute wollen eine Zukunft und nicht schon den Sargdeckel öffnen'",sagt B. Er hofft, dass über die Ergebnisse Ansprüche zur Anerkennung von Berufserkrankungen gemacht werden können.

Zur Erinnerung: Um die Anerkennung einer schweren Lungenerkrankung "Staublunge" für ehemalige Bergleute wurde lange gerungen - viele Menschen starben daran.

Adressen der Ärzte, die PCB-Untersuchungen durchführen: (Quelle rf-news.de)

Medizinisches Versorgungszentrum, Schmerzzentrum Duisburg-Rheinhausen: Dr. Bittel und Kollegen, Krefelderstrasse 26. 47226 Duisburg, Tel. 02065-31181

Praxis Günter Wagner, Schmalhorststrasse 1c, 45899 Gelsenkirchen, Tel. 0209-3193921

Dr. Willi Mast, Schulz-Briesen Strasse 3, 45884 Gelsenkirchen, Tel. 0209-134228

P.S.:  Als Kontext appelliere ich an alle, sich gegen Corona impfen zu lassen! Falscher Egoismus der Impfgegner (u.a. der faschistoiden Querdenker) gefährdet nicht nur das eigene Leben, sondern auch das Leben anderer, insbesondere der Kinder, die sich noch nicht impfen lassen können!

Autor:

Ulrich Achenbach aus Bochum

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