Arbeitsplätze und Umweltschutz
Trassen für neue (Güter)bahnstrecken auf teilweise zurückgebauten Autobahnen

Mögliche Güterbahnstrecke auf teilweise zurück gebauten Autonbahnen
  • Mögliche Güterbahnstrecke auf teilweise zurück gebauten Autonbahnen
  • hochgeladen von Ulrich Achenbach

Seit Wochen berichten die Medien über die Einhaltung der Umweltschutzziele, über die Verringerung von Co2, über Maßnahmen zur Vermeidung von Dieselfahrzeugverboten in Innenstädten u. ä. und den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs. Taten folgen wenige. Zwar wird im Bereich der Bogestra (Bochum-Gelsenkirchener-Straßenbahnen AG) ab Dezember ein neuer Linienfahrplan mit zum Teil verdichtetem Fahrplantakt und auch neuen Straßenbahnlinien angeboten, aber gleichzeitig geistert eine neue Fahrpreiserhöhung durch den Raum. Insgesamt ist der ÖPNV - insbesondere in ländlichen Regionen - mehr als unzureichend. Im Sauerland fahren z.B. Buslinien nur im Stundentakt und selbst werktags nur bis ca. 17-00 Uhr, in anderen ländlichen Bereichen wie z.B. in Mecklenburg-Vorpommern, ist die Bus- und Zuganbindung fast so unzureichend wie in Entwicklungsländern. Hier gibt es z.B. zwischen der Stadt Malchow und der Gemeinde Alt-Schwerin/Karow nur zweimal am Tag eine Busverbindung (wahrscheinlich für die Schüler). Eine noch vorhandene Bahntrasse ist seit langem nicht mehr in Betrieb.

Man kann den ÖPNV merklich verbessern und ausbauen zulasten der PKW- und LKW-Produktion, ohne dass dadurch Arbeitsplätze vernichtet würden. Autobahnen - insbesondere im Flachland - eignen sich auch sehr gut als neue Bahntrassen. Durch den Rückbau auf zwei Fahrspuren kann auf dem gewonnenen Platz eine neue zweispurige Bahntrasse angelegt werden. Der Untergrund der ehemaligen Autobahnfahrbahnen brauchte nicht einmal aufwändig neu hergestellt werden, da er hochverdichtet und tragfähig auch für schwere Güterzugwaggons ist. Lediglich die Asphaltfläche müsste abgefräst werden, damit ein Schotterbett und neue Gleise verlegt werden könnten.

Anstelle von zahlreichen PKW´S und LKW`S müssten neue Eisenbahnwaggons und auch Lokomotiven hergestellt werden. Die Arbeitsplätze, die in der Automobilindustrie verloren gingen, würden in der Eisenbahnproduktion neu geschaffen. Das könnte sogar am gleichen Industriestandort stattfinden, wenn die Werke entsprechend umgerüstet würden. Für die Produktion sind - soweit es technisch möglich ist - erneuerbare Energien einzusetzen. Nicht nur die Produktion von Eisenbahnwaggons und Lokomotiven schafft neue Arbeitsplätze. Nachfolgend liste ich Branchen auf, die ebenfalls zahlreiche Arbeitsplätze schaffen müssten:

Stahlindustrie
1. Hüttenwerke (keine Billigstahlimporte z.B. aus China, Arbeitsplatzvernichtung bei Thyssen-Krupp wäre damit vom Tisch)
2. Gleisbau
3. Stahlverarbeitungsunternehmen, die z.B. Stahlmasten für die Oberleitungen herstellen

Tiefbauunternehmen, Brücken- und Tunnelbauer

Zementindustrie, Herstellung von Schotter für Gleisbau

Kabelhersteller

Elektroindustrie (z.B. Signalanlagen) und Elektroinstallationsbetriebe

Maschinenbau allgemein

Baumaschinenhersteller

Landschafts-Gartenbau

Damit verknüpft: Ausbau der erneuerbaren Energieanlagen  (Windräder, Solaranlagen), viele Hersteller von Kleinteilen wie z.B. Schrauben, Werkzeug usw. Berücksichtigt sind dabei noch nicht die vielen administrativen Tätigkeiten, wie z.B. Ingenieurwesen, Bauleitungen, technische Zeichner, Sicherheitsunternehmen, Genehmigungsverfahren usw., aber auch viele Dienstleistungsunternehmen wie Lokführer, Sanitär, Catering, Textilindustrie (Arbeitskleidung) und Textilreinigung.

Die Realisierung dieses Planes sicherte viele Arbeitsplätze auf Jahrzehnte im Einklang mit der Umwelt, selbst wenn anfangs noch fossile Energien für die Herstellung der zahlreichen Produkte im Zusammenhang mit neuen Bahntrassen und dem Rückbau von Autobahnen benötigt werden.

Im Rahmen der Umrüstung von mehreren Automobilherstellern auf Waggon,- Lokomotiven- und Straßenbahn sowie Busbau könnte gleichzeitig die Wasserstofftechnik als Antriebsart der Zukunft weiter entwickelt werden. 

In der Übergangszeit müssten deutlich mehr Buslinien, vor allem auf dem Land mit einer drastischen Ausweitung der Fahrten insbesondere am Abend und in den Nachtstunden geschaffen werden, auch sind bereits bestehende nicht mehr im Betrieb befindliche Bahntrassen wieder zu reaktivieren!

Die Devise: Weg vom Auto - hin zum umweltfreundlichen öffentlichen Personen- und Güterverkehr!

Diese beispielhafte Planwirtschaft wäre zeitgemäß in einem echten Sozialismus der neuen Art!

Autor:

Ulrich Achenbach aus Bochum

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