Übernahme der Ermittlungen durch die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wegen des Brandanschlags und der Geiselnahme vom 15. Oktober 2018 am Kölner Hauptbahnhof

Koffer mit Gaskartuschen mit Metalölkugeln als Geschosse. -- -- Mal wieder ein zigmal kriminell "auffällig" gewordener Täter der nicht abgeschoben wurde! Das darf man doch wohl als "Staatsversagen" in der Inneren Sicherheit bezeichnen? Bildschirmfoto:Volker Dau
  • Koffer mit Gaskartuschen mit Metalölkugeln als Geschosse. -- -- Mal wieder ein zigmal kriminell "auffällig" gewordener Täter der nicht abgeschoben wurde! Das darf man doch wohl als "Staatsversagen" in der Inneren Sicherheit bezeichnen? Bildschirmfoto:Volker Dau
  • Foto: Polizei Köln
  • hochgeladen von Volker Dau

17.10.2018 - 56/2018  Meldung aus Karlsruhe:

Übernahme der Ermittlungen wegen des Brandanschlags und der Geiselnahme vom 15. Oktober 2018 am Kölner Hauptbahnhof

Die Bundesanwaltschaft hat gestern (16. Oktober 2018) die Ermittlungen gegen den 55-jährigen syrischen Staatsangehörigen Mohammad A. R.
wegen des Brandanschlags und der Geiselnahme vom 15. Oktober 2018 am Kölner Hauptbahnhof übernommen. Dem Beschuldigten wird versuchter Mord in zwei Fällen sowie gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt.


Am Mittag des 15. Oktober 2018 begab sich der Beschuldigte im Kölner Hauptbahnhof in ein Schnellrestaurant. Er schüttete dort eine brennbare Flüssigkeit aus und setzte diese in Brand. Eine 14-Jährige rutschte bei ihrer Flucht vor den Flammen darauf aus und erlitt erhebliche Verletzungen. Der Beschuldigte floh anschließend in eine Apotheke und nahm dort eine Geisel.

Er stellte telefonisch verschiedene Forderungen. Unter anderem verlangte er, nach Syrien zum „Islamischen Staat“ (IS) ausreisen zu können. Die Apotheke wurde durch ein Spezialeinsatzkommando gestürmt. Dabei wurde die Geisel durch den Beschuldigten verletzt.

Nach dem bisherigen Erkenntnisstand liegen zureichende Anhaltspunkte für einen radikal-islamistischen Hintergrund der Tat vor. Sie ergeben sich unter anderem aus Zeugenangaben. Danach soll der Beschuldigte die Freilassung einer Frau gefordert haben, deren Mann sich terroristisch betätigt haben soll. Zudem soll er geäußert haben, dass er Mitglied des sogenannten Islamischen Staates sei und zu diesem nach Syrien ausreisen wolle.

Vor diesem Hintergrund hat die Bundesanwaltschaft die besondere Bedeutung im Sinne des § 120 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 GVG bejaht und die Ermittlungen übernommen. Inwieweit sich diese Annahme weiter erhärten lässt, wird Gegenstand der weiteren Untersuchungen sein. Insbesondere ist zu klären, ob der Beschuldigte das Attentat als Mitglied des sogenannten Islamischen Staates oder einer anderen terroristischen Vereinigung begangen hat oder aber unmittelbar vor oder während der Tat zu einem Mitglied einer Terrororganisation in Kontakt oder unter deren Einfluss stand.

Auch wird der Frage nachgegangen, ob bislang unbekannte Tatbeteiligte oder Hintermänner in die Tat eingebunden waren.

Zurück

Autor:

Volker Dau aus Bochum

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

11 folgen diesem Profil

3 Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.