Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“ will VRR-Card statt Papierkrieg.
Umstellung auf E-Fahrschein wird im Ausschuss diskutiert.

Mit den Papierfahrscheinen für Bus und Bahn soll bald Schluss sein, wenn es nach der Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“ geht. „Wir wollen den Nahverkehr vom Papierkrieg befreien und stattdessen eine aufladbare VRR-Card im Scheckkarten-Format einführen“, erklärt Dennis Rademacher, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion. Der Rat hat einen Antrag von FDP und STADTGESTALTERN am 29.11.2018 zur weiteren Beratung in den Mobilitätsausschuss verwiesen.

Bislang müssen Kunden der BOGESTRA, die kein Abo abgeschlossen haben, Papierfahrscheine beim Fahrer oder an Automaten lösen. Das Ziehen des richtigen und günstigsten Fahrscheins für die gewünschte Fahrt ist sehr umständlich und zeitaufwändig. „Den Papier- und Münzgeldkrieg wollen wir beenden und so den Nahverkehr auch für Gelegenheitsnutzer attraktiv machen“, erklärt Rademacher.

„Die VRR-Card würde den Papierfahrschein ablösen und ein Angebot für Kunden schaffen, die nicht auf ein digitales Ticket per Smartphone umsteigen können oder wollen. Immer mehr Großstädte stellen ihr Fahrscheinsystem auf Chipkarten um. Wir greifen da auf Erfahrungen in den Niederlanden, Hamburg, Stockholm, London, Barcelona oder London zurück. Da klappt das super und führt zu mehr Fahrgästen“, begründet Rademacher die Initiative seiner Fraktion.

„Die VRR-Card soll eine Chipkarte sein, die unkompliziert per Automat, Paypal, Kreditkarte oder Lastschriftverfahren mit Geld aufgeladen werden kann. Dabei ist auch eine anonyme Prepaidaufladung der Karte möglich, ähnlich wie bei Mobiltelefonen. Für jede Fahrt wird dann nach dem Einchecken beim Einstieg und nach dem Auschecken beim Ausstieg automatisch der günstigste Tarif von der Karte abgebucht“, sagt Rademacher.

Der Rat hat den Antrag zur weiteren Beratung an den Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität verwiesen. Mit Einführung der VRR-Card hat die Fraktion auch ein verbundweites einfaches Tarifsystem gefordert. Die Erfahrungen des VRR mit dem „NextTicket“ sollen in die weiteren Beratungen einfließen.

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