Umwälzung in der Automobilindustrie: GM und PSA Peugeot Citroën gründen weltweite Allianz

General Motors Vorstandsvorsitzender und CEO Dan Akerson (links) mit PSA Peugeot Citroën Chairman of the Managing Board Philippe Varinin New York.
  • General Motors Vorstandsvorsitzender und CEO Dan Akerson (links) mit PSA Peugeot Citroën Chairman of the Managing Board Philippe Varinin New York.
  • Foto: Stuart Ramson/ Media Opel/GM Treasury Office
  • hochgeladen von Ernst-Ulrich Roth

General Motors und PSA Peugeot Citroën sind eine langfristige und breitgefächerte weltweite strategische Allianz eingegangen.

„Die Partnerschaft birgt enorme Chancen für unsere beiden Unternehmen,” sagte Dan Akerson, GM-Vorstandsvorsitzender.„Addiert man die erwarteten Synergien dieser Allianz noch zu unseren eigenen, davon unabhängigen Plänen für eine Ergebnisverbesserung, dann ist GM in Europa auf langfristige und nachhaltige Profitabilität ausgerichtet.“

Philippe Varin, Vorstandsvorsitzender von PSA Peugeot Citroën, erklärte: „Die Gründung dieser Allianz ist ein ganz besonderer Moment für beide Unternehmen. Die Partnerschaft verfügt über enormes Entwicklungspotential.“

Die Allianz gründet auf zwei Hauptsäulen: Der gemeinsamen Nutzung von Fahrzeugarchitekturen, Komponenten und Modulen sowie dem Aufbau eines weltweiten Einkaufs-Joint-Ventures. Damit soll der Einkauf von Material und Komponenten sowie anderen Gütern und Dienstleistungen zusammengelegt werden. Das gemeinsame, geschätzte jährliche Einkaufsvolumen wird rund 125 Milliarden Dollar betragen. Jedes Unternehmen wird seine Fahrzeuge weiterhin als eigenständiger Wettbewerber vermarkten und verkaufen.

Im Rahmen der getroffenen Vereinbarung werden GM und PSA Peugeot Citroën ausgewählte Fahrzeugarchitekturen, Module und Komponenten weltweit gemeinsam nutzen, um Kosten einzusparen, Effizienzen zu erzielen, Skaleneffekte zu nutzen, neue und fortschrittliche Technologien einzuführen, und Emissionen zu reduzieren.

Zunächst wollen sich GM und PSA Peugeot Citroën auf Klein- und Mittelklassefahrzeuge sowie auf die Fahrzeuggattungen MPV und Crossover konzentrieren. Die beiden Unternehmen erwägen darüber hinaus, eine neue gemeinsame Architektur für Automobile mit besonders niedrigen Emissionen zu entwickeln. Das erste Fahrzeug auf Basis einer gemeinsamen Architektur wird für das Jahr 2016 erwartet.

Darüber hinaus werden im Rahmen der Allianz weitere Bereiche bezüglich einer möglichen Zusammenarbeit geprüft, beispielsweise in den Bereichen Transport und Logistik. Hier beabsichtigt GM eine strategische kommerzielle Zusammenarbeit mit Gefco, einem integrierten Logistik-Serviceanbieter, der ein Tochterunternehmen von PSA Peugeot Citroën ist. Dabei würde Gefco Logistikdienstleistungen für GM in Europa, inklusive Russland, erbringen.

Die beiden Unternehmen gehen davon aus, dass nach rund fünf Jahren im Rahmen der Allianz Synergien in Höhe von ungefähr zwei Milliarden US Dollar (circa 1,5 Milliarden Euro) pro Jahr entstehen. Die Synergien werden im Wesentlichen mit den neuen gemeinsamen Fahrzeugprogrammen entstehen, weshalb sie in den ersten beiden Jahren geringer ausfallen dürften. Es ist zu erwarten, dass die Vorteile den Partnern zu gleichen Teilen zu Gute kommen.

Die Umsetzung unterliegt noch den notwendigen behördlichen Genehmigungen in den jeweiligen Ländern sowie der Information der zuständigen Arbeitnehmervertretungen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen