Impfstoff gegen Corona
Weltgemeinschaft organisiert sich? Viele Staaten verletzen Menschenrechte!

Essensausgabe der Frauengruppe in Iloilo City
  • Essensausgabe der Frauengruppe in Iloilo City
  • Foto: Bulatlat.com
  • hochgeladen von Ulrich Achenbach

In der neuesten Meldung vom dpa-infocom GmbH hieß es (Auszüge):

Ein Impfstoff soll letztlich den Sieg über das Coronavirus bringen. Und die Weltgemeinschaft organisiert sich, um Milliarden dafür zu sammeln. Aber wo ist die Weltmacht USA?

Europa, Kanada, Japan, Südkorea, China, Israel, Saudi-Arabien: Im Kampf gegen Corona haben Staats- und Regierungschefs aus aller Welt 7,4 Milliarden Euro für die Suche nach Impfstoffen und Medikamenten zugesagt, um das tödliche Virus gemeinsam zu besiegen.

Allein Kanzlerin Angela Merkel versprach bei einer internationalen Geberkonferenz am Montag 525 Millionen Euro und sagte: "Es ist eine Stunde der Hoffnung." Die Weltmacht USA fehlte allerdings bei dem globalen Kraftakt für preiswerte Impfstoffe und Medikamente für alle - ebenso wie Russland. Diese beiden Großmächte gehören zweifellos zu den größten Imperialisten der Welt, gefolgt von China - und der EU.

In der Aufzählung der Länder fehlen noch viele Staaten, in denen ein Unterdrücker- und Unrecht bzw. faschistisches Regime herrscht wie z.B. die Philippinen, Indien, Indonesien oder die Türkei. Dazu eine aktuelle Meldung von den Philippinen: Eine Trauerversammlung von 42 Menschen baten am Morgen des 1. Mai die Polizei darum,  zur Trauer einen Kranz niederzulegen und Kerzen zu entzünden.  Das wurde ihnen von der Polizei verwehrt.

Wörtlich wurde berichtet (Quelle: rf-news vom 1.5.20):  Als sich die Versammelten auflösten, umstellte die Polizei den Platz und nahm alle 42 fest. Sie sind derzeit noch in einer Polizeistation inhaftiert. Der Sprecher von Bayan Muna erklärte, dass der Getötete Jory Porquia vor seinem Tod ständig von der Polizei bedroht wurde, da er Hilfsaktionen in der Corona-Pandemie organisierte.

10 Helferinnen und Helfer einer lokalen Frauengruppe wurden nach einem Bericht der Frauenorganisation Gabriela, Joms Salvador ebenfalls heute verhaftet. Sie hatten in Marikina seit Wochen Lebensmittelausgaben organisiert, weil die Menschen hungern und die Arbeit in der Bauindustrie und auf dem Markt nicht mehr möglich ist. Die staatliche Hilfe waren 3 Kilogramm Reis für zwei Wochen. Die Frauengruppe organisierte die Sammlung und Verteilung von Lebensmitteln. Sie erklären, dass der Lockdown nicht reicht, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. Die Familien müssen Leben können.

Ähnliche Situationen gibt es in Indonesien, wo Wanderarbeiter nicht mehr ihre Dörfer erreichen können, weil dort keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fahren und bei ihrem unzumutbar langen Fußweg noch von der Polizei oder Armee terrorisiert werden, weil sie in Gruppen auftreten und nicht den Sicherheitsabstand einhalten. Auch in Indien und zahlreichen anderen Länder der Welt führen willkürliche Ausgangssperren unter dem Deckmantel von Corona zu schweren Menschenrechtsverletzungen und auch Hungertoten, weil die Menschen dort ihr Haus nicht verlassen dürfen, aber auf den Straßenverkauf als einzige Einnahmequelle angewiesen sind. 

Staaten, die sich jetzt finanziell an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Corona beteiligen, sind selbst Diktaturen wie z.B. Saudi-Arabien. Diesen Machthabern geht es wahrscheinlich vor allem gegen den Verfall des Ölpreises, da der Export von Öl eine Haupteinnahmequelle bedeutet.

Im Übrigen haben - trotz modernster Technik - immer noch Milliarden von Menschen kein fließendes Wasser, während eine kleine Minderheit, auch in diesen Staaten der dritten Welt, in Saus und Braus lebt. Wie soll da Hygiene verwirklicht werden? Das gleiche gilt auch für zahlreiche Flüchtlingslager u.a. in Moria, der Hölle in Griechenland.

 Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden rd. 40 Milliarden Euro erforderlich sein, um dem Impfstoff gegen Corona  Milliarden Menschen weltweit zu erschwinglichen Preisen zugänglich zu machen - ein Klacks im Gegensatz zu Billionen Euro, die buchstäblich in der weltweiten Rüstung verballert werden!

Autor:

Ulrich Achenbach aus Bochum

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