Nato-Erweiterung
Weltkriegsgefahr wächst noch weiter

Finnischer Kampfhubschrauber
  • Finnischer Kampfhubschrauber
  • Foto: Foto: dpa (ZDF) vom 16.05.22
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Der beabsichtigte und bereits beantragte Beitritt von Finnland und Schweden erhöht die Weltkriegsgefahr erheblich. Russland will auf diese Erweiterung "entsprechend angemessen" reagieren. Ein deutliche militärische Aufrüstung auf beiden Seiten ist jetzt schon so gut wie sicher. Beispiel: Anfang April kündigte Helsinki an, seine Militärausgaben in den nächsten vier Jahren um mehr als zwei Milliarden Euro zu erhöhen. Für 2022 ist ein Verteidigungshaushalt von 5,1 Milliarden Euro vorgesehen (Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/finnland-schweden-nato-beitritt-ukraine-krieg-russland-100.html)

Zudem zeigt der faschistische Präsident Erdogan sein wahres Gesicht: Er will den NATO-Beitritt von Schweden und Finnland blockieren, weil diese Länder angeblich die Kurdenorganisation PKK unterstützen. Zudem befürchtet dieser Diktator der Türkei Einbußen an Waffenlieferungen aus der NATO. Diese Blockade ist zwar positiv gegen die Erweiterung der NATO, jedoch geht es Erdogan nicht um einen Frieden. Die Türkei strebt als neuimperialistisches Land eine eigene Weltherrschaft an.

Jahrzehntelang lehnte eine Mehrheit der Schweden und Finnen einen Beitritt zur Nato ab. Der Einmarsch Russlands in die Ukraine hat die Situation grundlegend verändert - die angekündigten Aufnahmeanträge der beiden Länder markieren eine historische Wende, vor allem in Finnland, das eine 1.300 Kilometer lange Grenze mit Russland teilt.

In den vergangenen 20 Jahren befürworteten in Umfragen nie mehr als 20 bis 30 Prozent der Finnen und Schweden eine Mitgliedschaft im transatlantischen Verteidigungsbündnis. Jetzt stieg der Anteil in Finnland auf über 75 Prozent, in Schweden auf 50 Prozent. Während des Kalten Krieges blieb Finnland neutral. Auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs blieb Finnland militärisch bündnisfrei.

Schweden verfolgte nach dem Ende der Napoleonischen Kriege Anfang des 19. Jahrhunderts eine Neutralitätspolitik. Nach dem Kalten Krieg wurde diese Neutralitätspolitik zu einer Politik der militärischen Blockfreiheit (Quelle: ZDF https://www.zdf.de/nachrichten/politik/finnland-schweden-nato-beitritt-ukraine-krieg-russland-100.html)

Aus der gestiegenen Zahlen für eine Befürwortung beider Länder für einen NATO-Beitritt lässt sich jedoch nicht schließen, dass die Mehrheit der Bevölkerung hinter diesen Beitritt steht. Der Großteil der Bevölkerungen weltweit will keinen Krieg. Durch die Medien wird verbreitet, dass die NATO eine Friedensmacht ist und Kriege verhindern will. Der jüngste NATO-Einsatz z.B. in Afghanistan bewies das genaue Gegenteil, es ging nur um strategische Vorteile und Rohstoffe. Nach wie vor wurde die klerikal-faschistische Taliban nicht besiegt und unterdrückt nach wie vor besonders die Rechte der Frauen. Ebenso kann der NATO-Partner Türkei ungestraft Krieg gegen Kurdengebiete im Irak oder auch dem Norden Syriens führen.

Die Proteste gegen einen Weltkrieg müssen deutlich zunehmen - verbunden mit flächendeckenden Streiks weltweit! P.S.: Russland hat bei der Fabrikation von Panzern bereits jetzt Schwierigkeiten - es fehlen elektronische Chips, so dass schon auf Chips aus Haushaltsgeräten zurück gegriffen werden muss!

Autor:

Ulrich Achenbach aus Bochum

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