Wer glaubt, wird selig!

Das soll kein Zitat aus religiösen Reihen sein. Vielmehr geht es um die Forderung der Arbeitgeberverbände, immer mehr Ausnahmen vom Mindestlohn per Gesetz zuzulassen. Er soll z.B. für Menschen mit Vermittlungshemmnis nicht gelten. Diesen ohnehin schon Benachteiligten werden noch nicht einmal die mickrigen 8,50 Euro pro Stunde gegönnt, obwohl selbst der Mindestlohn nicht existenzsichernd ist. Am liebsten würden die Arbeitgeber überhaupt keinen Lohn zahlen und die Arbeiter als Sklaven halten.

Nachfolgend die Forderung des BDA:

Arbeitgeber fordern weitreichende Ausnahmen vom Mindestlohn

13.03., 12:42 Reuters

Berlin (Reuters) - 15 Monate nach Einführung des Mindestlohns fordern die Arbeitgeber massive Korrekturen an dem Gesetz.

Arbeitgeber fordern weitreichende Ausnahmen vom Mindestlohn

Notwendig seien unter anderem mehr Ausnahmen vom Mindestlohn für Menschen mit Vermittlungshemmnissen, heißt es in einem Schreiben der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) an den Bundestag, aus dem die Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht vom Sonntag zitieren. Wer noch nie gearbeitet habe, mindestens ein Jahr arbeitslos sei oder über keinen anerkannten Abschluss verfüge, solle für die ersten zwölf Monate der Beschäftigung vom Mindestlohn ausgenommen sein. Es gehe darum, die Chancen für Menschen mit Vermittlungshemmnissen deutlich zu verbessern.

Mit einem Dumpinglohn würden die Chancen für Menschen mit Vermittlungshemmnissen verbessert? Wenn die Ausbeutung dieser Menschen damit gemeint ist, haben die Arbeitgeber recht.

Ansonsten: Wer an eine Verbesserung glaubt, wird selig!

Der Mindestlohn müsste im Gegenteil deutlich erhöht werden, mindestens auf den Stand eines Bauhelfers im Bauhauptgewerbe (ca. 12,00 Euro/Std)!

Diese Forderung der Arbeitgeberverbände ist Wasser auf die Mühlen der rechten Organisationen wie z.B. die AfD!

Autor:

Ulrich Achenbach aus Bochum

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