Verheerende Explosion im Chempark Leverkusen
Wird vertuscht und verharmlost?

Aufnahme der gewaltigen Rauchsäule aus der nähreren Umgebung vom Chempark in Leverkusen - bisher keine Klarheit über den Austritt von giftigen Stoffen
  • Aufnahme der gewaltigen Rauchsäule aus der nähreren Umgebung vom Chempark in Leverkusen - bisher keine Klarheit über den Austritt von giftigen Stoffen
  • Foto: www.rf-news.de vom 30.07.21
  • hochgeladen von Ulrich Achenbach

Fünf Tote sind inzwischen zu beklagen, zwei Menschen werden noch vermisst, 31 Verletzte, insgesamt die Hälfte der Belegschaft in Bürrig. Von Anfang an wurde das ganze Ausmaß dieser Katastrophe verharmlost und vertuscht.

Hieß es erst in den Medien, es könnten giftige Stoffe wie z.B. Dioxin freigesetzt worden sein, wurde dies später dementiert. Allenfalls seien sehr geringe Werte bei den Polychlorierten Biphenylen (PCB) und den Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) gemessen worden. Keine Angabe, ob diese Werte bereits gesundheitsschädigend sind!

Besonders kurios ist die Mitteilung  der LANUV-Abteilungsleitern Notthoff. Sie sagte am Freitag, ihr Amt habe "bis heute im Prinzip" nicht gewusst, "welche Stoffe in den Tanks tatsächlich gelagert" hätten. Bei den weiteren Untersuchungen handle es sich gleichwohl um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Lakonisch erklärte ein Currenta-Vertreter: "Die Suche nach Vermissten nach dem Unglück habe Priorität. Natürlich wissen wir, was in unseren Tanks befindlich ist. Das Zusammenstellen aus den Systemen heraus habe man "kurzfristig organisiert". Am Freitagmorgen sei man damit fertig geworden. Es sei eine Frage der Prioritätensetzung. Nach Angaben von Currenta hatten die Einsatzkräfte am unmittelbaren Explosionsort allerdings schon direkt Informationen zu den Stoffen".

Selbst die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt, die Ursache der Explosion ist immer noch nicht geklärt! Vielleicht Vernachlässigung von notwendigen Wartungsarbeiten aus Kostengründen?

(Quelle: https://www.freenet.de/nachrichten/topnews/leverkusen)

Müllverbrennung ist giftig und tödlich

Aus Profitgründen wurde das Geschäft mit der Giftmüllverbrennung in Leverkusen ausgeweitet: vor zehn Jahren genehmigte die Bezirksregierung Köln die Erhöhung der jährlichen Verbrennungsmenge um  50 Prozent von 80 000 Tonnen auf 120 000 Tonnen!

Von Anfang an wurden wesentliche Zusammenhänge und Ursachen der Explosion in der größten Giftmüllverbrennungsanlage Europas vertuscht und verharmlost. Aufgrund der gemäß Gefahrstoffverordnung vorliegenden Gefährdungsbeurteilungen mit der Betreiber Currenta wußte das Unternehmen  zu jeder Zeit, was in den Tanks enthalten ist. Die Lösemittel, unter anderem chlorierte Kohlenwasserstoffe, werden zu Millionen Litern zur Reinigung der Produktionsmittel von Lanxess, Covestro, Saltiqo usw. benutzt. Die Abfallwirtschaft und der Sondermüll sind heute ein höchst profitbringendes Geschäft. Statt umfassende Recyclingverfahren zu entwickeln und anfallende Giftmengen weitgehend zu vermeiden, ist es profitabler, diese Giftstoffe zu verbrennen. Damit wird die Gesundheit der Bevölkerung gefährdet und Luft, Wasser und Boden vergiftet. (Quelle: rf-news.de)

Ich kann die Argumente der Vermeidung von Giftstoffen durch eine Produktion im Einklang mit der Umwelt und die Entwicklung umfassender Recyclingverfahren voll unterstützen! Das ist in dieser hochtechnisierten Welt bestimmt möglich!

Gegen die Vertuschung und Verharmlosung der Explosion in der Giftmüllanlage in Leverkusen findet eine Protestkundgebung der Anwohner und Symphatisanten am Montag, 2. August 2021, 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr statt. Ort: Leverkusen-Wiesdorf, Friedrich-Ebert-Platz. Es gibt dort ein offenes Mikrofon für Redebeiträge auf antifaschistischer Grundlage, selbstverständlich unter den aktuellen Coronaschutz-Regeln.

Autor:

Ulrich Achenbach aus Bochum

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