Immobilienkauf und Finanzierung -- Wann und wie sinnvoll?

Immobilienkauf und Finanzierung

Wann und wie sinnvoll?

Wo sind die Grenzen der Rentabilität für den (Kredit-)Käufer?


Manchmal hört man von Finanzierungen für Immobilien bis zu 90% der Kaufsumme… Kann das Sinn machen?

Welche Tilgungsraten sind sinnvoll?

Sollte man mit niedrigen Tilgungsraten beginnen und nach 10 Jahren erhöhen?

Was bedeutet denn z.B. eine zu niedrige Tilgungsrate in der Praxis für den tatsächlichen Erwerb der Immobilie?

Was kostet eine niedrige Tilgungsrate mehr, in der Zinssumme, weil man praktisch „auf der Stelle tritt“?

Das wären alles Fragen, die man „Beratern“ und sich selbst stellen sollte!

Immobilienkauf ist oft sehr emotional, was wohl bestimmte „Denkprozesse“ beim Erwerber „blockieren“ könnte?

Man sollte daher durchaus Freunde und Bekannte hinzuziehen, die da „nüchterner“ herangehen!

Auch sollte man wohl das Objekt auf seinen Wert abklopfen und nicht den Wertansatz,z.B.durch einen Makler hinnehmen?


Man sollte für die Verhandlungen nicht nur das Objekt selber prüfen, auf mögliche jetzige Mängel oder welche die im laufenden Jahrzehnt zu Erwarten sind, sondern auch das Umfeld.

Für eine Bewertung zählt: 1.) Lage, 2.) Lage, 3.Lage , in dieser Reihenfolge und das ist weder ein Schreibfehler, noch ein Scherz!
Dazu die Kriterien:
Wie ist die Anbindung?
Nächster Hausarzt,
nächster Zahnarzt,
nächste Apotheke,
nächster Bäcker / Fleischer
Lebensmittler,
Baumarkt,
Kindergarten,
Grundschule,
öffentlicher Nahverkehr,
nächste Bebauung mit Geschäften.

Fussläufig was im Umfeld zu erreichen?

Bedenken: Man wohn dort wohl viele Jahrzehnte und jeder Km mehr Fahrt summiert sich enorm in der Zeit bei weiter steigenden Kosten!

Bei den Kaufverhandlungen sollte man keine Skrupel haben (runter-) zu Handeln!
Bedenken sollte man:

Schon 10% weniger Kaufsumme entsprechen bei 1% Tilgung einer 10 jährigen Abzahlungsdauer mehr oder weniger!
Man sollte also ruhig mit guten Argumenten um die Kaufsumme „pokern“,denn warum zehn Jahre länger (Ab-)zahlen?

Oft braucht der Verkäufer oder die Verkäufergemeinschaft Geld und die Zeit drängt, Da ist mancher wohl schnell zu Zugeständnissen bereit?

Als Käufer hat man den längeren Atem, das nächste Objekt wird schon bald angeboten.

Ausserdem ist überhaupt die Frage , wie wird sich der Immobilienmarkt durch „Opel“ und Co in den nächsten 5 – 10 Jahren im Raum Bochum verändern?

Wieviele Immobilien von entlassenen Arbeitern kommen dann auf den Markt?
Wird es da eine „Schwemme“ ,hin zum Überangebot geben?

Nun noch einmal zur Höhe von Tilgungsraten in Prozent der Schuldsumme:

Kann es sinnvoll sein auf 3 % Zinsen nur 1 % zu Tilgen?
Das bedeutet doch rechnerisch, dass ich von vier gezahlten €uro drei der Bank als Leihgebühr gebe und nur 1 €uro mir abgezogen wird!
Ein krasses Missverhältnis!
Es sollte also wohl Mindestens ein Verhältnis von 1:1 sein, also bei 3 % Zinsen auch 3% Tilgung, damit sich überhaupt die Summe nach Unten bewegt!

Deshalb sollte auch die vorhandene Anzahlung wohl mindestens 30-50%. betragen.

Bei nur 1% Tilgung bleibt man viele Jahrzehnte zwar der Eigentümer mit allen Rechten und Pflichten, aber Besitzer ist wohl eigentlich die Bank?

Im Falle eines finanzieller Probleme durch Jobverlust, Trennung der Partner etc. hat man nach 20-30 Jahren Zahlung plötzlich nach einer Zwangsversteigerung keine Immobilie mehr und auch noch Restschulden!
Das sollte man alles Bedenken .
Lieber erst möglichst viel ansparen und dann kaufen und auf „Schnäppchen“ warten.
Warum nur bei vergleichsweisen „Pfennigartikeln“ vergleichen und auf „Schnappi“ warten?
Bei Immobilien geht das auch!

Autor:

Volker Dau aus Bochum

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