Zusätzliche Beatmungsgeräte, Intensivbetten und weitere Technik
Knappschaft Kliniken investieren kurzfristig mehr als 2,5 Millionen Euro für Versorgung von COVID-19-Patienten

Intensivstation im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum
  • Intensivstation im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum
  • Foto: Andreas Beyna/Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum
  • hochgeladen von Felix Ehlert

Mit einer kurzfristigen Investition von mehr als 2,5 Millionen Euro rüsten die Knappschaft Kliniken ihre Stationen für die bestmögliche Versorgung von an COVID-19 erkrankten Patienten auf.

Um aus den verbundweit bisher etwa 200 Intensivbetten 400 zu machen, sind einige Anpassungen notwendig. Die meisten Mittel fließen dabei in 80 Langzeit-Beatmungsgeräte zweier Hersteller. Hinzu kommen 20 Narkosegeräte, die improvisiert zur Beatmung von Erkrankten geeignet sind. Weil auffallend viele COVID-19-Patienten dialysepflichtig werden, wird auch zu diesem Zweck weitere Technik angeschafft. Um die Intensivstationen zu entlasten, sind 100 zusätzliche Überwachungsgeräte bestellt, ebenso werden die Kapazitäten für Blutgasanalysen und PCR-Diagnostik in den Labors ausgeweitet.

„Das alles sind Maßnahmen, die wir ergreifen, um uns auf eine hohe Zahl von Patienten vorzubereiten, die intensive Behandlung benötigen“, sagt Andreas Schlüter, Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken GmbH. „Zudem rechnen wir damit, dass die Bundesregierung uns einen Teil der von ihr bestellten 10.000 Beatmungsgeräte zukommen lässt.“

Zu diesem Zeitpunkt schnell zu handeln und entsprechend zu investieren, sei für die Knappschaft Kliniken selbstverständlich, betont Schlüter. „Dennoch hoffe ich, dass die Politik die Krankenhäuser während und besonders nach der Corona-Pandemie finanziell nicht ins Bodenlose fallen lässt.“ Hunderte Betten sind in Dortmund, Lünen, Kamen, Bochum, Recklinghausen, Marl, Bottrop, Gelsenkirchen-Buer, Würselen, Püttlingen und Sulzbach wegen der staatlich angeordneten Konzentration auf COVID-19 nicht belegt, Behandlungen verschoben und nicht zwingend erforderliche Operationen abgesagt.

Pflege und Ärzteschaft sind trotzdem im Stress. „In der Krise mindestens genauso wichtig wie die technische Infrastruktur sind unsere Mitarbeiter. Dass wir uns auf jeden einzelnen verlassen können, hat die Lage bereits gezeigt“, sagt Schlüter.

Die Knappschaft Kliniken GmbH steuert die sieben Krankenhausverbünde, an denen die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (DRV KBS) zu mindestens 50 Prozent beteiligt ist. Im Verbund aller Knappschaftskliniken werden jährlich fast 680.000 Patientinnen und Patienten versorgt. Dadurch entsteht ein Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro.

Als Tochtergesellschaft der DRV KBS ist die Knappschaft Kliniken GmbH Teil eines einzigartigen Verbundsystems. Zu diesem gehören neben der Minijob-Zentrale auch die Rentenversicherung, die Renten-Zusatzversicherung, die Kranken- und Pflegeversicherung KNAPPSCHAFT, die Seemannskasse und ein eigenes medizinisches Kompetenznetz.

Autor:

Felix Ehlert aus Bochum

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