10 Jahre Leuchtturm-Projekt Ayurveda am EvK in Hattingen
Pionier Prof. Dr. Przuntek wird am gleichen Tag 80

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„Die erste Parkinsonpatientin, die wir am Evangelischen Krankenhaus in Hattingen (EvK) behandelt haben“, stellt Prof. Dr. Horst Przuntek ganz sachlich fest, „braucht nach neun Jahren keine Anti-Parkinsonmittel mehr.“ Eine andere Patientin weist nahezu keine Erkrankungszeichen mehr auf, nachdem sie zusätzlich mit Propionsäure behandelt wurde. „Ich bin davon überzeugt“, so Prof. Przuntek, „dass Parkinson heilbar ist.“ Und Ayurveda, die indische Volksmedizin, ist der Schlüssel.
Es ist eine Sensation. Mediziner in Indien und weltweit jubeln, solche Fortschritte eingeleitet zu haben, an denen Prof. Przuntek als wissenschaftlicher Mittler zwischen Ayurveda und der Schulmedizin maßgeblich beteiligt war. „Unsere Erfolge“, so der akribische Forscher, „finden in Fachzeitschriften ihren Niederschlag, aber leider nicht in der Publikumspresse.“
Dabei ist die komplementärmedizinische Abteilung am EvK nicht nur der Leuchtturm in NRW, sondern europaweit – und sie besteht nunmehr seit zehn Jahren. Prof. Przuntek als deutschen „Ayurveda-Papst“ zu bezeichnen, passt ihm so gar nicht. Er ist allerdings derjenige, der an der Front gegen Morbus Parkinson, Multiple Sklerose und Alzheimer ganz vorne geht und in Hattingen innovative Konzepte realisiert. Und dies, obwohl er schon vor 12 Jahren als Chef der Neurologischen Klinik am Katholischen Klinikum in Bochum emeritiert wurde.
Es ist gewissermaßen sein zweites Leben als ohnehin schon bekannter Wissenschaftler, der mit über 500 Veröffentlichungen zu den renommiertesten Neurologen zählt und als erster Seniorprofessor der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität gewählt wurde. Die zehn Jahre in Hattingen sind für ihn eine ganz neue Erfolgsgeschichte, die ihn in engsten Kontakt und Kooperation mit indischen Spezialisten und dem dortigen Ayurveda-Ministerium sowie den Titel des ärztlichen Direktors am Ameantha Hospital in Delhi brachte.
Das außerordentliche Jubiläum soll nun gefeiert werden, zumal der Forscher Przuntek auch die Geißel Alzheimer, wenn sie denn früh erkannt wird, dank Ayurveda für heilbar hält. Auch bei Multipler Sklerose (MS) haben sie in Hattingen massive Fortschritte gemacht, seit klar ist, dass deutliche Veränderungen des Mikrobioms bei allen Erkrankungen die wesentliche Rolle spielen.
Das Mikrobiom besteht aus allen Mikroorganismen, die im Darm leben (Darmflora). Bei den oben erwähnten Krankheiten ist es deutlich verändert. Mit ayurvedischen Diäten kann man es beeinflussen. „Unsere erste Mikrobiom-Transplantation“, so Prof. Przuntek, „verbesserte die Gehstrecke eines MS-Patienten von 500 auf 5.000 Meter und die Gabe von Propionsäure verlangsamte das übliche Fortschreiten der chronischen Erkrankung.“
Dass der verdiente und stets extrem engagierte Mediziner am 5. Dezember auch noch das 80. Lebensjahr vollendete, ist ihm neben seiner Arbeit eher unwichtig. Die EvK-Geschäftsführer Thomas Drathen und Ulrich Froese hatten trotzdem zu einem Empfang eingeladen, um ihren verdienten Mitarbeiter zu ehren.

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