Cadets scheitern am feinen Unterschied

Receiver Lennart Gödde nach Pass von seinem Quarterback
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  • Receiver Lennart Gödde nach Pass von seinem Quarterback
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Wo: Schultenhof, Zum Schultenhof, Bergen, 44807 Bochum auf Karte anzeigen

In der American Football Regionalliga gastierten die Bielefeld Bulldogs am Bochumer Footballplatz Schultenhof. Als Tabellenführer mit zwei deutlichen Auftaktsiegen im Gepäck wollte man auch gegen den Aufsteiger im Ruhrgebiet nichts anbrennen lassen. In der Woche vor dem Spiel traf zudem ein vierter US-Spieler ein, der als Passverteidiger eingesetzt wurde.
Gut vorbereitet erkannten die Verteidiger der Cadets die Spielzüge der Gäste schon an der Aufstellung und konnten die erste Angriffsserie der Ostwestfalen schnell beenden. Auf Seiten der eigenen Offensive war jedoch ebenfalls Sand im Getriebe und der Plan, die Punktefabrik der Gäste über langen Ballbesitz vom Feld zu halten misslang im ersten Spielviertel gänzlich. So erzielte das US-Dou immer wieder Raumgewinn durch die Luft. Der erste Touchdown war dagegen Bulldogs-Veteran Heiko Schreiber vorbehalten.
Etwas überfordert und mit den eigenen Schwächen hadernd kamen die Cadets erst im zweiten Viertel ins Spiel. Als ein schier endloser Ballbesitz der Cadets nahezu neun Minuten dauerte und so den Angriff der Ostwestfalen dauerhaft vom Feld verbannte, konnte Quarterback Fabian Steenker jedoch noch keine Punkte auf die Tafel bringen. Mit 0-21 gingen die Teams in die Pause.
Doch die Cadets sind die Cadets, weil Spieler und Trainer einen sehr guten Job machen! Umstellungen in der Defense und bessere Chancenverwertung in der Offense sollten die minimalen Chancen wahren.
Die Cadets kamen nun zuerst in Ballbesitz. Erneut wälzte sich der Angriff mit einem 17 Spielzüge dauernden Drive über den Platz. Steenker verteilte die Pässe sehenswert auf vier seiner Anspielstationen. Immer wieder erspielte man sich ein neues First Down. Runningback Mike Barnstorf erzielte schließlich mit einem kurzen Lauf den Anschlusstouchdown und Michael Wetzel legt auf 7-21 nach.
Die taktischen Umstellungen von Defense-Boss Stephan Schacht zeigten Wirkung und schnell kamen die Bochumer durch einen sehenswerten Punt Return erneut in gute Position. Doch ein schon gefangener Pass von Falk Kremzow fiel wieder zu Boden und wurde von den Bulldogs gesichert. Nun machten die Gäste den Sack zu und der US-Quarterback warf seine Pässe auf den US-Receiver zum 7-28.
Mittlerweile im vierten Spielviertal angekommen wollte der Tabellenführer nun auf Zeit spielen. Mit dem zweiten Laufspielzug der Bielefelder überhaupt sollte die Uhr kontrolliert werden. Doch Sascha Brosius entriss dem Ballträger das Sportgerät und lief unter dem Jubel seines Teams in die Endzone der Gäste. Der Zusatzversuch wurde vergeben und es blieb beim 13-28.
Im nächsten Angriffsversuch der Bulldogs verloren diese nochmals den Ball, aber die Cadets konnten kein Kapital mehr daraus schlagen.
Die von „Experten“ prognostizierte Klatsche war es in der ersten Halbzeit schon ein wenig. Dennoch zog Head Coach Yves Thissen ein überwiegend positives Fazit: „Wir waren wieder sehr gut vorbereitet und haben viele Dinge so umgesetzt bekommen, wie geplant. Wir haben in den Special Teams sehr gute Returns gespielt und selber den starken Bielefelder Returner aus dem Spiel gehalten. Die Defense hat sich anfangs zu sehr von den Stars beeindrucken lassen. Als der Respekt abgelegt war lief es deutlich besser. Und die Offense hat heute in Lauf und Pass gezeigt, dass es geht. Aber auch, dass Training durch nichts zu ersetzen ist.“
„Im Rückspiel werden wir unsere Chancen besser nutzen!“ so Thissen weiter. „Ich bin sehr stolz auf unsere Spieler und Trainer und freue mich auf die nächsten Spiele!“
Eine kurze Verschnaufpause steht an, denn erst am 3. Juni steht das nächste Spiel an. Zu Gast am Bochumer Schultenhof sind dann die Aachen Vampires, die als Aufsteiger 2011 ihr erstes Jahr in der Regionalliga gespielt und respektabel abgeschlossen haben. Momentan rangiert das Team punktgleich mit den Cadets im Mittelfeld der Tabelle. Da müssen die Cadets punkten, um nicht frühzeitig in Abstiegssorgen zu geraten.
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